Fast 2000 Läufer in Eiselfing dabei

Teilnehmerrekord beim „Lauf für ein Leben" für das Projekt „Land für Indios“

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Eiselfing Lauf 2016 (Foto Rieger) (17)„Lafft’s eich ned übern Haufa!“ Dieser Ratschlag von Schirmherr Michi Altinger war diesmal auf der Pendelstrecke zwischen Eiselfing und Alteiselfing durchaus ernst gemeint. Nach aktualisierten Berechnungen stelle sich heraus, dass insgesamt fast 2000 Läuferinnen und Läufer an den beiden Tagen Sponsorengelder erlaufen haben. Das bedeutet absoluten Teilnehmerrekord beim 19. ‚Lauf für ein Leben‘ zu Gunsten des Projekts „Land für Indios“ in Ecuador, bei dem neben der Grund- und Mittelschule dieses Mal auch der TSV Eiselfing mit im Boot war, welcher erstmals die Abwicklung am Samstag übernommen hatte.

Vor allem am Freitagvormittag teilten sich zeitweise weit über 1000 Schüler aus 14 Schulen gleichzeitig die Strecke. Mit einem abgesprochenen Laufplan konnten größere Staus auf der Strecke vermieden werden. Laufbegeisterte Schüler sammelten aber noch am Freitagnachmittag und am Samstag bei insgesamt idealen Witterungsbedingungen, aber etwas weniger beengt, ihre Sponsorengelder. Dazu kamen noch Stammgäste, die alljährlich die Gelegenheit nützen, alte Bekannte zu treffen.

Dietmar Mücke als langjähriger, treuer „Laufmotor“ und Mithelfer aber auch Jürgen Forster als fleißigster Sponsorensammler waren natürlich wieder mit auf der Strecke. Die Endergebnisse und erlaufenen Sponsorengelder aller Schulen, der Einzelläufer und der verschiedenen Gruppen werden derzeit noch genauer berechnet, werden aber sicher wieder nach vorsichtigem Überschlagen einen ordentlichen fünfstelligen Betrag, wahrscheinlich über 50.000 Euro ergeben.

Eiselfing Lauf 2016 (Foto Rieger) (2)Bürgermeister Georg Reinthaler gab am Freitagmorgen zusammen mit dem langjährigen Schirmherren Michi Altinger den symbolischen „Startschuss“ zu der weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten sportlichen und sozialen Veranstaltung. Neben dem sportlichen Aspekt, der vor allem bei den erneut wieder aus ganz Deutschland und mehreren Ländern angereisten athletischen Läuferinnen und Läufern  im Vordergrund stand, Reiner Hillebrand schaffte als bester 84 Kilometer, ging es für die Schülerinnen und Schüler auch darum, zu erkennen, dass  für eine Schulfamilie der Wert „Gemeinschaft“ verstärkt im Vordergrund stehen sollte. Wichtig sei es aber auch, im gesamten sozialen Miteinander vor Ort Kontakte zu pflegen und dabei helfend für Menschen weit weg tätig zu werden, wo oft nur wenige auf der Sonnenseite des Lebens stünden, so Schuleiter Karlheinz Rieger. Deshalb freute es ihn auch besonders, dass gleich mehrere Asylbewerber beteiligt waren, Sponsorengelder zu erlaufen.

Zwei schafften sogar 40 Kilometer. Insgesamt veranlasste die  gesamte Atmosphäre der Veranstaltung so manchen Läufer aber auch Zaungast, sein Wiederkommen im nächsten Jahr bereits erneut anzukündigen.

Dies freute natürlich alle Mithelfer und Organisatoren, an der Spitze Elfi Reischl, die wieder für einen reibungslosen Ablauf mit dem Schwerpunkt am Freitag als Schulveranstaltung gesorgt hatte. Für den TSV Eiselfing konnte dessen Vorsitzender Alexander Lax eine erfreuliche Bilanz für die Veranstaltung ziehen. Er bewertete vor allem die gute Zusammenarbeit mit der Schule positiv und freute sich über die gute Stimmung rund um den Lauf.

Schulleiter Karlheinz Rieger zeigte sich angesichts der läuferischen Leistungen einzelner Teilnehmer beeindruckt, aber auch davon, dass das Kollegium, der Sportverein, der Elternbeirat, Mitglieder des katholischen Landvolks und viele andere so reibungslos zusammenwirkten und die Organisatoren der teilnehmenden Schulen und Gruppen so engagiert ihr Bestes zum Gelingen des Projektes beitrugen.

Erfreulich war auch erneut die Hilfe und optimalen Streckenbetreuung durch die Johanniter. Für die Unterhaltung der Gäste sorgten mit ihren Songs am Freitagnachmittag die Lehrerband „Hörsturz“.

Tombola, Tomaten- und Kuchenverkauf aber vor allem der Laser-Trainingsschießstand der bekannten Biathletin Franziska Preuß sorgten im Rahmenprogramm zwischendurch nicht nur für weitere Erlöse für das derzeit erdbebengebeutelte Andenland Ecuador, sondern auch für genügend Abwechslung und Unterhaltung.

Eine besondere Anstrengungsbereitschaft, die im normalen Schulalltag gar nicht so abgerufen werden kann, war jedenfalls bei den meisten Schülerinnen und Schülern  zu spüren. Den sportlichen Höhepunkt setzte allerdings Tristan Harig aus der 6. Klasse der Eiselfinger Mittelschule. Er schaffte diesmal über die beiden Lauftage hinweg addiert sogar sagenhafte 82 Kilometer – Schulrekord – zwei mehr als ursprünglich berechnet. Die 80 Kilometer schaffte aber sein Klassenkamerad Bastian Hüller.

Karlheinz Rieger

 

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