Tödlicher Bahnunfall bei Soyen: Mann (34) stirbt

Auto prallt auf Bahnlinie Wasserburg-Mühldorf gegen Zug - 300 Meter mitgeschleift

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DSC_0206Soyen – Ein tragischer Unfall hat sich am Mittag auf der Bahnstrecke zwischen Wasserburg und Mühldorf ereignet. An dem unbeschrankten Bahnübergang bei der Ortschaft Hörgen nahe Soyen kollidierte ein Pkw mit einem Zug. Die Feuerwehren aus Soyen, Wasserburg und Schlicht sowie Rettungskräfte aus der Region waren im Einsatz. Das Auto wurde etwa 300 Meter von dem Zug mitgeschleift. Der Fahrer des Pkw, ein 34-jähriger Soyener, wurde eingeklemmt und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Im Zug waren 27 Personen …

Der Zugführer erlitt einen Schock. Die Zugbegleiterin und die 25 Fahrgäste machten keine Verletzungen geltend. Die Zuginsassen wurden von der Feuerwehr geborgen und mit einem Ersatzbus weitertransportiert. Am Einsatzort war auch ein Rettungshubschrauber, der nicht mehr zum Einsatz kam.

Laut Polizei habe der 34-jährige Mann trotz blinkendem Rotlicht übersehen, dass sich in diesem Augenblick die Regio-Bahn aus Richtung Mühldorf näherte.

Besonders tragisch: An den beiden Bahnübergängen bei Soyen – in Hörgen und Mühltal – kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren und schwersten Verkehrsunfällen. Die Gemeinde will diese Übergänge seit fast zehn Jahren durch eine ungefährliche Bahnüberführung ersetzen. „Seit Jahren warten wir dafür auf grünes Licht vom Eisenbahn-Bundesamt“, so Bürgermeister Karl Fischberger, der sich am Unfallort eingefunden hatte.

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Den Einsatz leitete Kreisbrandinspektor Georg Wimmer.

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Die Feuerwehr half den Passagieren im unwegsamen Gelände aus dem Zug.  

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Für die Bahn-Gäste wurde ein Ersatzbus eingesetzt.

Die Bahnstrecke war fünf Stunden lang gesperrt.

 

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Bürgermeister Karl Fischberger (rechts) und der Geschäftsführende Beamte der Gemeinde Soyen, Georg Machl, im Gespräch mit dem Wasserburger Polizeichef Markus Steinmaßl.

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Die Einsatzkräfte bei der Abschlussbesprechung.

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Kreisbrandmeister Stephan Hangl und Kommandant Georg Schmaderer waren mit den Wasserburger Floriansjüngern  an der Unfallstelle.

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Diese Wegstrecke hatte der Zug das Auto mitgeschleift – ganz hinten der Bahnübergang.

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8 Gedanken zu „Tödlicher Bahnunfall bei Soyen: Mann (34) stirbt

  1. Stefan Schulze

    An der Bahn lags bestimmt nicht, so traurig es auch ist. Und am Zugführer auch nicht, der verkauft oder kontrolliert die Fahrkarten und kümmert sich um seine Passagiere im Zug. Geführt wird der Zug vom Lok bzw. Triebfahrzeugführer.

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    1. Und der Triebfahrzeugführer kann bestimmt nicht das Gewicht eines Zuges innerhalb weniger Meter zum Stehen bringen!

      Würd mal sagen, das sollte jeden Autofahrer mal auf den Gedanken bringen, sich Bahnübergängen vorsichtig zu nähern …

      Tragischer Unfall, aber bestimmt nicht die Schuld des Triebfahrzeugführers!!!

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      1. Ein Bürger aus Soyen

        Wenn ich ein Betroffener wäre, möchte ich solche Kommentare hier nicht lesen müssen.

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  2. Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass das Eisenbahn- Bundesamt nichts mit der Deutschen Bahn zu tun hat!

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  3. Antigona Rexhaj

    Natürlich – immer sind die Menschen, die sterben, die Schuldigen!

    DB, wacht endlich auf!!!

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  4. Im Juli 2013 die gleiche Situation, meine Nichte ist mit 20 Jahren ums Leben gekommen!

    Als ich die Farbe vom Auto sah kam alles hoch!

    Es können doch nicht immer die jenigen, die sterben, nur immer die Fehler machen!

    Mein Beileid an die Angehörigen – ich weiß, wie das Gefühl ist, bei so einem tragischen Unfall seinen lieben Familienangehörigen zu verlieren.

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  5. Da muss eine Schranke hin!

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  6. Eine Schranke sollte dringend hin.
    Sie kann so viel weiteres Leid ersparen.
    Der Alltag lässt uns Zeichen übersehen, wenn wir in Gedanken sind. Züge kommen leise und überraschend.

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