Er gab die entscheidende ärztliche Hilfe

Gestern im TV: Dr. Martin Göksu - wissend um die Dramatik der letzten Stunden

image_pdfimage_print

Martin 1Er hat sein Leben riskiert für diese Rettung – bescheiden saß er gestern bei Stern TV, wissend um die Dramatik, die in den letzten Stunden dieser Rettung bevorstehen: Der Vogtareuther Arzt Dr. Martin Göksu gab die entscheidende ärztliche Hilfe in der Tiefe bei der Rettungsaktion in der Riesending-Schachthöhle. Mit der Ankunft des Trupps mit dem schwer verletzten Höhlenforscher Johann Westhauser werde nun gegen 10 oder 11 Uhr gerechnet, sagte ein Bergwachtsprecher am Morgen …

Der Höhlenforscher Johann Westhauser hatte am Pfingstsonntag bei einem Steinschlag in 1000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Wie berichtet war der Vogtareuther Arzt – privat ein leidenschaftlicher Höhlentaucher – alarmiert worden. Sechseinhalb Tage war Dr. Göksu in der Tiefe an der Seite des Schwerverletzten, konnte seinen Zustand für einen Transport stabilisieren. Problematisch sei das Legen des Patienten auf die Trage gewesen, auf der er völlig eingeschnürt sei. Das habe gedauert, den Patienten darauf vorzubereiten und ihn zu überzeugen.

Martin 2Die ersten hundert Meter begleitete der Österreicher, der in Vogtareuth Assistenzarzt der Neurochirurgie ist, die Rettungsaktion auch noch. Dann wurde er abgelöst.

Gestern abend dachten alle, in der Nacht werde es geschafft. Aber die Rettung wird nun in wenigen Minuten zwischen 10 und 11 Uhr erwartet. Dr. Göksu will am Höhleneingang stehen, das habe er Johann Westhauser versprochen.

Nach einer längeren Pause in der Nacht waren die Retter mit Westhauser gegen 5.30 Uhr wieder gestartet. „Die Mannschaft ist in Bewegung“, hieß es immer wieder.

Die Retter seien mit ihrem schwer verletzten Patienten in eine 180 Meter hohe senkrechte Wand eingestiegen. Dort muss der Patient, der seit sechs Tagen in einer Trage liegt, frei schwebend hochgezogen werden. Das gehe nur mit Muskelkraft, denn eine Seilwinde mit Motor wäre zu gefährlich gewesen, erklärt Dr. Martin Göksu im TV.

Der Patient musste vor jeglicher Erschütterung bewahrt werden. Retter sollen sich als Gegengewichte herunterlassen, Pendelzug nennt die Bergwacht das. Anschließend stehen dem Trupp noch etwa 200 Meter durch einen engen, verwinkelten Schacht bevor.

Die nächtliche Pause hatte länger gedauert als geplant. Die Kräfte vor Ort hätten entschieden, dass eine Pause notwendig gewesen sei. „Es war immer klar, dass Sicherheit vor Schnelligkeit geht“, sagte der Bergwachtsprecher.

Fotos: Quelle Stern TV

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.