Emmeran Hilger (30) zum Priester geweiht

Am heutigen Samstag im überfüllten Freisinger Mariendom - Nachprimiz in Schonstett

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EmmeranSchonstett/Amerang – In seiner Predigt zur Priesterweihe hat Kardinal Reinhard Marx betont, Auftrag der Priester sei es, „ganz nah bei den Menschen“ zu sein. „Manche sagen, diese persönliche Seelsorge sei heute schwierig geworden. Wir müssen uns immer wieder darum bemühen!“, so der Erzbischof von München und Freising: Bei dem Festgottesdienst am heutigen Samstag im überfüllten Freisinger Mariendom empfingen sechs Diakone des Münchner Priesterseminars die Priesterweihe. Darunter – wie berichtet – Emmeran Hilger (30), der seinen Pastoralkurs im Pfarrverband Amerang absolvierte …

Nun wird er Kaplan in der Stadtteilkirche Rosenheim-Inn. Seine Primiz feiert er am morgigen Sonntag um 9.30 Uhr in Heilig Kreuz in Traunstein, eine Nachprimiz am 13. Juli um 10 Uhr im Park des Caritasheims Schonstett im Pfarrverband Amerang. Als Primizspruch wählte Hilger „In Deine Hände lege ich mein Leben“ (aus dem Text der Komplet).

Kardinal Marx betonte, insbesondere für Priester bleibe Christus der Maßstab des Handelns: „Wir müssen uns verwandeln lassen von ihm, damit wir in seine Orientierung hinein leben, reden, handeln, immer wieder von Neuem das Bild Christi vor Augen.“ Wie Christus müssten auch Priester „mitten, ganz nah, radikal bei den Menschen“ sein, „um sie zu öffnen für die Wirklichkeit Gottes“. Der Erzbischof erklärte weiter, in der Seelsorge solle niemand alleine arbeiten: „Wir brauchen einander. Wir sind in einer gemeinschaftlichen Gruppe unterwegs, wenn wir das Evangelium verkünden.“

Für die Zukunft der Pfarreien und der Kirche sei es wichtig, „diesen Gedanken der Gemeinschaft zu stärken und zu vertiefen“, so Kardinal Marx: „Versucht diese Gemeinschaft der Priester mit den pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vertiefen, geistlich zu profilieren, miteinander zu beten, eine geistliche Sendungsgemeinschaft zu werden.“ Er rief dazu auf, „österlich dynamische Teams in den Pfarrverbänden zusammenzuführen“.

„Jede Berufungsgeschichte ist anders“, sagte der Erzbischof in seiner Predigt mit Bezug auf die Weihekandidaten, aber auch auf die „Berufung zum Christsein“. Im Augenblick der Berufung werde deutlich, „dass Gott in Jesus Christus mich anspricht, mir sein Gesicht zeigt und deutlich macht: Ich meine dich, ich liebe dich, ich schaue dich an.“ Diese persönliche Berufung reiche jedoch noch nicht aus, so Kardinal Marx: „Ich muss mich in meinem persönlichen geistlichen Ringen und Suchen der Kirche öffnen, der Gemeinschaft des Glaubens. Ich muss mich vergewissern, was meine Sendung ist.“

Die weiteren fünf Weihekandidaten:

Bruno Bibinger (31) aus der Pfarrei St. Sixtus in Schliersee: Seinen Pastoralkurs absolvierte Bibinger im Pfarrverband Bergkirchen-Schwabhausen, seine erste Kaplansstelle tritt er im Pfarrverband Neumarkt-St. Veit an. Die Primiz feiert er am 6. Juli um 10 Uhr im Kurpark Schliersee, eine Nachprimiz am 27. Juli um 10 Uhr im Pfarrverband Bergkirchen. Bibingers Primizspruch ist „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predige“ (1 Kor 9,16).

Michael Brüderl (27) aus St. Michael in Kirchanschöring: Für den Pastoralkurs war Brüderl im Pfarrverband Rohrdorf, als Kaplan geht er in den zukünftigen Pfarrverband aus den Pfarreien St. Georg in Freising, St. Jakob in Freising-Vötting und St. Ulrich in Pulling. Die Primiz findet am 6. Juli um 10 Uhr im Achenpark in Kirchanschöring statt, Nachprimizen am 11. Juli um 19 Uhr im Pfarrverband Rohrdorf und am 13. Juli um 9 Uhr in St. Peter in München. Brüderl wählte den Primizspruch „Alles kann, wer glaubt“ (Mk 9,23).

Anton Hagl (30) aus St. Johann Baptist in München-Haidhausen: Er war im Pastoralkurs im Pfarrverband St. Thomas Apostel-St. Lorenz in München eingesetzt und wird Kaplan in der Stadtteilkirche Rosenheim-Am Wasen. Hagl feiert Primiz am 29. Juni um 10 Uhr in St. Johann Baptist in München-Haidhausen, Nachprimiz am 13. Juli um 10.30 Uhr in St. Thomas Apostel in München. Sein Primizspruch lautet „Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Geist allein macht lebendig“ (2 Kor 3,6).

Björn André Wagner (34) aus der Dompfarrei St. Peter und Georg in Bamberg: Er war im Pastoralkurs in der Stadtkirche Traunstein und wird seine erste Kaplansstelle in der Stadtkirche Mühldorf antreten. Wagner feiert Primiz am 29. Juni um 10.30 Uhr im Dom St. Peter und Georg in Bamberg, Nachprimiz am 13. Juli um 10.30 Uhr in St. Oswald in Traunstein.

Gerhard Wiesheu (48) aus St. Kastulus in Moosburg: Er absolvierte den Pastoralkurs im Pfarrverband Röhrmoos-Hebertshausen und wird als Kaplan im zukünftigen Pfarrverband aus den Pfarreien St. Andreas in Berchtesgaden, Heilige Familie in Au bei Berchtesgaden und St. Nikolaus in Marktschellenberg eingesetzt. Sein Primizspruch ist „Christus spricht: ‚Weil ich lebe, werdet auch ihr lebenʻ“ (Joh 14,19).

Die Weihekandidaten haben Theologie studiert und sich anschließend während des zweijährigen Pastoralkurses in einer Pfarrei auf ihre Arbeit als Priester vorbereitet. Vor rund einem Jahr wurden sie zu Diakonen geweiht. Mit Exerzitien bereiten sie sich auf ihre Priesterweihe und auf ihre Primiz vor, die erste Heilige Messe, die sie selbst zelebrieren. Die Priesterweihe des Erzbistums München und Freising findet traditionell an einem Termin um den 29. Juni, das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus, im Freisinger Mariendom statt, in dem sich auch der Reliquienschrein des Heiligen Korbinian, des Diözesanpatrons, befindet.

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