Einzugsgebiet Fuchsthal als gutes Beispiel

Freiwillige Kooperation aktiv im Trink- und Grundwasserschutz

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IMG_0097_kDie nächsten Ziele für den Trinkwasserschutz wurden diskutiert: Bei der jährlichen Arbeitskreissitzung der freiwilligen Kooperation im Wassereinzugsgebiet Fuchsthal zogen die beteiligten Landwirte – mit Vertretern der Stadtwerke Wasserburg und dem von den Stadtwerken beauftragten Wasserschutzbüro Ecozept aus Freising – Bilanz. Einigkeit bestand in der Sitzung darin, dass ein besonderer Fokus auf dem Erhalt und der Verbesserung des Grünlandbestandes liegen müsse, der einen Schwerpunkt in der landwirtschaftlichen Nutzung im Wassereinzugsgebiet bildet.

Es wurde diskutiert, mit welchen Maßnahmen eine dichte Grünlandnarbe erreicht werden könne, die ausreichend qualitativ hochwertiges Futter zur Tierernährung liefert, aber ebenso die ausgebrachten Nährstoffe aufnehmen und verwerten kann, ohne das Grundwasser zu belasten. Für die Milchviehbetriebe und Biogasanlagen im Gebiet spielt auch der Anbau von Mais eine wichtige Rolle.

Um hier eine effiziente Nährstoffbindung zu erzielen, sind Untersaaten wie Deutsche Weidelgras oder Kleegemenge eine wichtige Maßnahme. Über den Winter hinweg können diese Zusatzkulturen rund 40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar speichern und damit effizient zum Grund- und Trinkwasserschutz beitragen. „Untersaaten im Mais werden bisher noch wenig praktiziert“, meint Edeltraud Wissinger von Ecozept. „Wir hoffen, dass sich die Methode langfristig etabliert.“

Darüber hinaus bestand Einigkeit, dass der Anbau geeigneter Zwischenfrüchte, ob abfrierende oder winterharte wie Rübsen eine zielführende Maßnahme ist, um eine möglichst ganzjährige Begrünung im Einzugsgebiet zu erzielen.

Foto: Dichte Grasnarben sind wichtig, um Stickstoff aufzunehmen und zu verwerten und so vor Auswaschung in das Grundwasser zu schützen.

 

 

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Ein Gedanke zu „Einzugsgebiet Fuchsthal als gutes Beispiel

  1. Die Qualität des Wasserburger Trinkwassers hat sich trotz freiwilliger Kooperation in den letzten 10 Jahren leider kaum verbessert.
    Im Wasserburger Trinkwasser ist 5-mal mehr Nitrat als im Inn und der Nitratgehalt zählt zu den höchsten in ganz Oberbayern.
    Es liegt also noch ein weiter Weg vor uns, bis die freiwillige Kooperation tatsächlich als gutes Beispiel gelten kann!

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