Einkaufen in Rott miserabel – sagen fast alle!

CSU-Bürgermeister-Kandidat Lemmrich befragte die Haushalte

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OLYMPUS DIGITAL CAMERARott – Jetzt hat es Rott schwarz auf weiß: Die Einkaufs-Möglichkeiten in Rott sind miserabel! 93 Prozent der Haushalte – also fast alle – bewerten diese mit dem Wort „schlecht“. Die Bürger wollen einen Supermarkt und einen Discounter – und zwar dringend! Eine aktuelle, aufwändige Bürgerbefragung hatte Florian Lemmrich (Foto rechts), Finanzfachwirt aus Rott, in den vergangenen Tagen gemacht – er ist der Bürgermeister-Kandidat der CSU bei den kommenden Kommunalwahlen im März 2014.

„Bereits bei meiner Nominierung im Mai hatte ich versprochen, die Bürgerinnen und Bürger bei der Erstellung meines Wahlprogramms einzubinden. Daher habe ich persönlich Anfang Oktober die Umfrage an alle Rotter Haushalte verteilt. Persönlich vor allem, um alle Bereiche des Orts und die Ortsteile kennenzulernen“, so Lemmrich zur Wasserburger Stimme.

Sehr positiv überrascht sei er von der hohen Rücklaufquote der Umfrage und von der Tatsache, dass alle zurück gesendeten Karten von den Rotter Bürgern mit großer Ernsthaftigkeit ausgefüllt worden seien.

In der Umfrage sollten die Bürger folgende Aspekte in der Gemeinde bewerten: Kinderbetreuung, Schulangebot, Umweltschutz, Sauberkeit, Verkehr und Sicherheit, wohnortnahe Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit- und Sportangebote sowie das kulturelle Angebot. Außerdem konnten Vorschläge gemacht werden, was sich für junge Menschen, Familien und ältere Menschen verbessern oder vordringlich neu geschaffen werden sollte.

Sehr viele bewerten auch die Rotter Verkehrssituation als schlecht!

Florian Lemmrich - links hinten im Bild - am Gedenktag zum 25jährigen Todestag von Franz Josef Strauß. Rechts Ministerpräsident Horst Seehofer.  Fotos: Renate Drax

Florian Lemmrich – links hinten im Bild – am Gedenktag zum 25jährigen Todestag von Franz Josef Strauß. Rechts Ministerpräsident Horst Seehofer. Fotos: Renate Drax

Bei der Bewertung der einzelnen Positionen ergab sich, so Lemmrich, dass die Bürger mit hohen Zustimmungswerten zwischen 60 und 80 Prozent alle Bereiche – außer zweien – mit gut oder eher gut bewerteten. „Der Verkehr wurde jedoch von 62 Prozent als eher schlecht bis schlecht bewertet“, so der CSU-Mann. Am Augenfälligsten aber sei der Nachholbedarf bei den Einkaufsmöglichkeiten, die 93 Prozent als eher schlecht bis schlecht bewerteten!

Aus den weiteren Antworten ergeben sich drei vordringliche Anliegen. Sie bilanzierte Lemmrich gegenüber der Wasserburger Stimme wie folgt:

1. Die Einkaufssituation – Die Bürger wollen einen Supermarkt und einen Discounter. Hier dürfen – trotz der Brisanz – nach meiner Meinung keine Schnellschüsse gemacht werden, sondern wie von der Firma Geoplan angeregt, die den Ortsentwicklungsplan erstellt hat, erst nach sorgfältiger Prüfung der Standorte und der damit verbundenen Auswirkungen mit den jeweiligen Eigentümern Gespräche aufgenommen werden. Hierbei sind wir auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit diesem Personenkreis angewiesen!

2. Schulhaussanierung – Diese ist als Teil der Standortsicherung unserer Schule dringend erforderlich. Daher bin ich verwundert, dass im Haushalt 2013 nicht einmal Mittel für den Beginn einer Planung vorgesehen sind. Als Bürgermeister werde ich dieses Projekt unverzüglich angehen, um den Schulstandort Rott zu sichern nach dem Motto: „kurze Beine – kurze Wege“.

3. Neuanfang im Gemeinderat – Den Bürgern erscheint die gegenwärtige Zusammenarbeit im Gemeinderat zum Wohl des Ortes als unzureichend. Festzustellen ist hierzu jedoch, dass der nach außen vermittelte Eindruck, die CSU im Gemeinderat würde als Blockierer auftreten in keiner Weise mit den tatsächlichen Mehrheitsverhältnisse übereinstimmt“, so Lemmrich in seiner Bilanz abschließend. Mit sechs Stimmen in einem 17er-Gremium könne man nichts verhindern. Vielmehr sei es der CSU im Gemeinderat zu verdanken, dass beispielsweise der Kindergarten heute da stehe, wo er stehe. Und auch dass im Neubaugebiet in Lengdorf wieder Grundstücke für Einheimische zur Verfügung stehen würden, was in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen gewesen sei.

Lemmrich mit Blick auf die Wahl in wenigen Monaten: „Ich als Bürgermeisterkandidat stehe für einen politischen Neuanfang in der Gemeinde Rott – für eine ideologiefreie Politik ohne Denkverbote, für eine Politik des Miteinanders aller relevanten Gruppierungen und für eine Politik für die Bürger und den Ort.“

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