Eine wichtige Säule der Stiftung Attl

Werkstätten in Rott/Meiling feiern 25-jähriges Bestehen - Beste Arbeit

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WeberRott/Meiling – Derzeit bieten die Inntal-Werkstätten der Stiftung Attl über 330 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Diese befinden sich aber nicht nur in der Stammeinrichtung in der Ortschaft Attel bei Wasserburg. Eine wichtige Säule des großen Unternehmensbereichs ist der Zweigbetrieb in Rott/Meiling. Die Außenstelle feiert nun ihr 25-jähriges Bestehen …

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Der Zweigbetrieb ist vor allem wegen seines Werkstattladens seit vielen Jahren ein Anziehungspunkt für viele Kunden, die auf der Suche nach fantasievollen Geschenkideen sind oder sich für hochwertiges Holzspielzeug und Dekoartikel aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung interessieren. Vieles was man hier bekommt, stammt natürlich aus den eigenen Inntal-Werkstätten. Manches wird sogar in der eigenen Schreinerei oder Weberei vor Ort gefertigt. Neben einem Montagebetrieb gibt es hier auch eine Hauswirtschaftsabteilung für die eigenen Belange.

Als man in der Stiftung Attl vor über 25 Jahren durch die zunehmende Zahl der Beschäftigten an die Kapazitätsgrenzen stieß, war den Verantwortlichen schnell klar, dass neue Konzepte und vor allem neue Räumlichkeiten notwendig seien. Deshalb fiel bei den Inntal-Werkstätten die Entscheidung zur Gründung einer Zweigstelle. In Rott/Meiling fand man schließlich ein geeignetes Gebäude.

WerkstattladenDa die Einrichtung für Menschen mit Behinderung zu dieser Zeit noch keine eigenständige Stiftung war, musste der damalige Direktor Alfred Eiblmaier erst den Vorstand der Caritas in München von der geplanten Erweiterung überzeugen.

Anfangs mietete die Stiftung Attl das Gebäude, welches erst 1998 als Eigentum erworben wurde. Doch bevor es in Betrieb genommen werden konnte, mussten noch zahlreiche Umbauten stattfinden. Sanitärbereiche, Holzböden, Schallschutzelemente und nicht zuletzt einige Trennwände waren Teil des aufwändigen Innenausbaus. Ebenso musste ein Holzlager neu gebaut werden und Außenanlagen entwässert und befestigt werden um die passenden Voraussetzungen für einen Betrieb von Schreinerei und Weberei zu schaffen.

Dies waren die ersten zwei Betriebe, die vom Gelände der Stiftung Attl nach Rott umgesiedelt wurden. Die Weberei, die sich bis dahin auch dort befunden hatte, zog ebenfalls im Juni 1990 nach Rott.

SchreinerZeitgleich begann der heutige Leiter der Inntal-Werkstätten Martin Posch, damals noch als Werkstattleiter in Rott, zusammen mit seinen Kollegen den Rotter Werkstattladen aufzubauen. „Das war hier alles Rohbau und der Boden war krumm und buckelig“, erinnert er sich noch heute. Doch schon bald war der Laden zu einer festen Institution des Zweigbetriebs geworden.

1995 wurde der Betrieb um den Montagebereich erweitert, zwei Jahre später ein Lager angemietet und ein weiteres angebaut. 2001 zog das CNC-Zeitalter mit computergesteuerten Maschinen auch in Rott ein. 2006 folgte eine weitere bauliche Erweiterung, die es ermöglichte, dass 24 weitere Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung entstanden. So fanden hier zwei Montagegruppen aus Attel ihren Platz.

Auf die Produkte, die in Rott/Meiling gefertigt werden, ist man besonders stolz. So finden nicht nur die handgewebten Teppiche einen guten Absatz. Seit Jahren fertigen die Rotter auch im Auftrag der Firma Selecta qualitativ hochwertiges Kinderspielzeug aus Holz. Für die Kinder-Küche „Cucina“ wurden die Werkstätten 2010 sogar mit dem Preis „exzellent:kooperation“ ausgezeichnet.

Auch wenn sich in Rott/Meiling in den letzten 25 Jahren viel entwickelt hat, so ist es doch bemerkenswert, dass viele der Mitarbeiter aus der Anfangszeit der Zweigstelle heute noch immer hier beschäftigt sind. Und auch wenn der Betrieb mit den Jahren gewachsen ist, findet man immer noch die familiäre Atmosphäre vor, die auch schon vor zwei Jahrzehnten hier den Ton angab.

mw

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