Ein unnötiger Verwaltungsaufwand

Kaminkehrer: Mehrfach im Monat Zwangsmaßnahmen notwendig, um Kamine zu kehren

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logo kaminkehrerWenn gar nichts mehr hilft, dann stehen der Bezirksschornsteinfeger und die Vertreter des Sachgebiets Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt zusammen mit der Polizei und dem Schlüsseldienst vor der Tür. Dieses Szenario kommt im Landkreis Rosenheim öfter vor, als man denkt – nämlich immer dann, wenn ein Hauseigentümer sämtliche Hinweise ignoriert hat, seinen Kamin kehren zu lassen, meldet heute das Landratsamt …

Die Kamine in Häusern, in denen Kachelöfen, Kaminöfen oder Holzherde betrieben werden, müssen regelmäßig gekehrt werden. Im neuen Schonsteinfegerrecht ist festgelegt, dass Eigentümer diese Arbeiten fristgerecht erledigen müssen. Tun sie dies nicht, muss der Bezirksschornsteinfeger die nicht durchgeführten Arbeiten im Landratsamt melden.

Dort wird ein so genanntes Zweitbescheidsverfahren eingeleitet, an dessen Ende, sollte ein Eigentümer sämtliche Aufforderungen und Fristen ignorieren, Zwangsmaßnahmen stehen. Diese sind teuer, denn nicht nur der Schlüsseldienst und ein neues Schloss in der Haustüre sind zu bezahlen, es werden auch Bußgelder fällig. Die Kosten für ein Zweitbescheidsverfahren betragen 200 Euro. Sollte zudem ein Bußgeld fällig sein, kommen mindestens 250 Euro dazu.

Die im so genannten Feuerstättenbescheid festgesetzten Arbeiten und Fristen sind für den Erhalt der Betriebs- und Brandsicherheit von hoher Bedeutung. Darüber hinaus dienen sie dem Umwelt- und Klimaschutz.

Das Landratsamt Rosenheim bittet daher Betreiber von Heizungsanlagen besonders auf die in den Feuerstättenbescheiden festgelegten Fristen zu achten. Bei Fragen stehen die zuständigen Bezirksschornsteinfeger oder das Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt telefonisch unter 08031 392 5102 zur Verfügung.

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