Ein internationaler Meister der Schmuck-Kunst

Werner Altinger aus Eiselfing bei der ,KreARTiv" auf Schloss Pertenstein

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AltingerEiselfing – Die gerade Linie ist menschlich, die geschwungene göttlich.“ Mit diesem Zitat von Antonio Gaudi begrüßt der Goldschmied Werner Altinger aus Eiselfing die Besucher auf seiner Homepage. Er entwirft und fertigt Schmuck in der Toskana, wo er seit Jahren seinen Ateliersitz hat. Am Wochenende, 27. und 28. September, jeweils von 10 bis 18 Uhr sind seine Arbeiten im Rahmen der Ausstellung KreARTiv – Forum für zeitgenössisches KUNST HANDWERK“ auf Schloss Pertenstein im Chiemgau zu sehen. Bereits zum zehnten Mal treffen sich hier Kunstliebhaber mit internationalen, hochkarätigen Künstlern …

… und Kunsthandwerker/innen. Das Ensemble liegt etwa sechs Kilometer vom Chiemsee entfernt. Ein zusätzlicher Reiz für einen Tagesausflug.

SONY DSCIm Säulensaal werden die Besucher von 30 Künstlern empfangen. Dermot O‘ Brien stellt Lichtskulpturen, Anselm Ring Schmuck und Skulpturen, Ulla Tomala Bilder in spezieller Aquarell-Batik Technik, und Rolf Jahnke Skulpturen und Drucke aus. Der Goldschmied Werner Altinger hat seinen Ateliersitz in der Toskana und reist seit einigen Jahren zu den KreARTiv Ausstellungen an.

Der romantische Ausstellungsort, das hohe Niveau der Aussteller und das besonders kunstinteressierte Publikum locken auch Anneliese Wöhrmann mit Scherenschnitt und Christine Funke mit Glasschmuck zu der weiten Anreise. Kristof Mascher aus Frankreich zeigt Arbeiten aus Leder in Kombination mit Fischleder. Peter Friedrich aus Schweden stellt seit zwei Jahren aus und erhielt sofort begeisterten Zuspruch von den Besuchern. Er stellt Lampen, Sets und Frühstücksbrettchen aus Hirnholz her. Aus Österreich zeigen Susi Christoph Glasobjekte in Fusingtechnik und Barbara Schröder Taschen.

Der Massivholzschreiner Joachim Bederke aus Kammer bei Traunstein verarbeitet Holz wie es gewachsen ist. Eigenheiten des Holzes nimmt er in die Formgebung auf. So entstehen fantasievolle Möbel, Tabletts, Leuchten, Raum- und Tischschmuck. Die Keramikerin Susanne Schneider aus Chieming arbeitet an der Töpferscheibe und Brigitte Schmid aus Surberg hat sich auf  Keramikarbeiten rund um das Thema Tee spezialisiert. Der Goldschmied und Gemmologe Georg Bechert führt Edelsteinschleifen vor.

Etwa 60 Künstler/innen präsentieren eine breite Palette: Holz- und Textilkunst, Schmuck, Leder, Papier, Keramik, Porzellan, Lichtobjekte, Malerei, Bleisatz und Buchdruck, Bildhauerei, Foto-, Glas,- und Metallkunst, Objekte und  Skulpturen.

Der Rundgang führt vom Säulensaal ins Freie. Hier hat der Geologe Tjard Kusche seinen Stand. Er hat sich auf die Präparation von Fossilien spezialisiert, erstellt daraus Objekte als Wand- oder Raumschmuck, sowie Sammlerstücke, und bringt Kinder und Erwachsene bei der Vorführung des Drusenknackens zum Staunen. Eine rundliche Steinkugel wird geöffnet und der Kristall-Inhalt wird vor den Augen der überraschten Besucher geöffnet. Ines Wurch umfilzt Seife mit Wolle und Marina Hägele stellt Keramik Objekte in Raku Technik aus.

In der Cafeteria, im Zehentstadel und im Freigelände, stärken sich die Besucher, entspannen und besprechen ihre 2. Runde durch das Ausstellungsgelände. Der Weg führt durch das Foyer, in dem Angela Koepke Textilien mit Wolle aus der eigenen Schäferei ausstellt, in das Obergeschoss. Hier präsentiert Wolfgang Potocki Drechselarbeiten: Schalen, Pfeffer- und Muskatmühlen, Brettchen, Eierbecher und Leuchten.

Im Festsaal verwandelt Willi Beck seine Standfläche in eine kleine Werkstatt für Bleisatz und Buchdruck, Cornelia Leidenfrost ist Spezialistin für Lavendel & mehr. Jana Wendt bemalt Porzellan und die Silberschmiedin Martina Griese aus Ruhpolding stellt Service und Schmuck aus. Erstmals dabei sind Andreas Dach mit gedrehter Kunst aus Holz, die Weberin Petra Wehmeyer, die Papierkünstlerin Wiebke Steinwedel, die Fotokünstlerin Ursula Pechloff, die Goldschmiede Matthias Görig, Kathrin Dunst, Ursula Göbel. Textilkünstler stellen Objekte und Kunst zum Anziehen aus: bemalt, gewebt, bedruckt, genäht und gefilzt.

Das Markenzeichen der KreARTiv Ausstellung ist das hohe Niveau und die galerieähnliche Ausstellung mit Messecharakter. Die Aussteller werden für jede Ausstellung neu ausgewählt. Es entsteht ein attraktiver Mix aus Stammaussteller/innen und neuen Künstlern. Jeder Aussteller zeigt seine Werke persönlich und freut sich auf rege Gespräche mit den Besuchern. Hier wird informiert, vorgeführt, anprobiert und eingekauft.
Die Ausstellung bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Angewandter und Bildender Kunst, zwischen Kunst und Handwerk. Im Mittelpunkt steht das Unikat, das unverwechselbare Einzelstück aus Künstlerhand.
Der spezielle Ausstellungsort, mit seinen Besonderheiten wird in die Standplatzgestaltung  der Aussteller miteinbezogen. Das Zusammenspiel lässt eine Symbiose entstehen, die Besucher und Künstler gleichermaßen beeindruckt. So verwundert es nicht, dass die Besucherzahlen von Jahr zu Jahr wachsen, die Aussteller gerne wiederkommen und die Teilnehmer aus einer großen Zahl von Bewerbern ausgewählt werden.

Die Ausstellung auf Schloss Pertenstein ist Teil der KreARTiv Ausstellungsserie, die hier in der Region, in und um München, in Salzburg und Linz als Garant für Kunsthandwerk auf höchstem Niveau stehen. Sie bieten an jährlich neun Ausstellungen 300 Künstlern und Kunsthandwerker/innen und einigen Tausend Besucher/innen eine Plattform und werden zum Ort der Begegnung.

Die nächsten Ausstellungstermine in der Region sind:
15./16. Nov. Salzburg: Mozarteumorchesterhaus beim Petersbrunnhof, Oktober 25./26. im MVG Museum in München und dann erst wieder im Frühjahr 2015 in Bad Reichenhall: Kurpark, Wandelhalle und Konzertrotunde.
Weitere Informationen: www.kunsthandwerk-kreartiv.com, Atelier Stidl, 83395 Freilassing, Tel. +49/(0)8654/479165.

Schmuck von Werner Altinger bei Juwelier Ruepp in Wasserburg

Seit Abschluss seiner dreijährigen Goldschmiedelehre in Wasserburg bei „Folkerts & Dreissig“ und der Berufsschule für Kunsthandwerk München 1996 lebt und arbeitet Werner Altinger in Italien.

Altinger 3Nach einem halbjährigen Praktikum 1997 als Werkstattassistent an der internationalen Goldschmiedeschule „Le Arti Orafe“, gegründet 1985 in Florenz von Gio’ Carbone, verschlägt es den jungen Deutschen nach Siracusa, Sizilien, wo er sechs Monate bei Francesco Passanisi und Maria Elena Fazio an der Schmuckkollektion des „antiken Koralls von Sciacca“ arbeitet.

Ein Goldschmiedetraum wird wahr, als Werner Altinger 1998 nach Florenz zurückkehrt, um für zwei Jahre auf dem weltberühmten Ponte Vecchio in einer der letzten Werkstätten der Brücke, bei den Meistern der Florentiner Goldschmiedekunst, wie Armando Piccini (Gewinner der Biennale Venezia 1936 und des Diamond International Award 1958) und Renzo Bernardoni arbeiten zu dürfen.

Ab 2000 arbeitet Altinger selbständig als Zeichner und Modellist für Schmuckmarken in Florenz und Arezzo; einige seiner Arbeiten werden in Italienischen Schmuckmagazinen wie „18 karati“, „l’orafo italiano“ und „Glamour“ veröffentlicht.

Aus den Lebens- und Berufserfahrungen mit Land und Leuten in der Toskana und in Sizilien, gepaart mit seiner deutschen Herkunft entwickelte Werner Altinger im Jahre 2005 seine erste persönliche Schmucklinie, die ein Jahr später unter anderem bei der internationalen Münchener Schmuckmesse „Inhorgenta“ und der Fernsehdokumentation „Wunderschöne Toskana“ des WDR vorgestellt wird.

Die seither stetig wachsenden Schmuckkollektionen – der Kontrast zwischen linearen, kantigen Elementen und den weichen Linien des mediterranen Sepiafisches ist nicht mehr wegzudenken – sind zur Zeit in der Toskana, in Tokio/Japan und Ausstellungen in Süddeutschland zu sehen.

Seit 2007 ist Werner Altinger Dozent für Schmuckgestaltung und -anfertigung am Kunst- und Kulturinstitut „Lorenzo de’ Medici“, gegründet 1973 in Florenz.

http://www.ruepp.de/marken/werner-altinger

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Ein Gedanke zu „Ein internationaler Meister der Schmuck-Kunst

  1. Sehr geehrte Damen und Herren, hallo Frau Drax,
    ehrlich vielen Dank für diesen schönen Eintrag!! Habe mich riesig gefreut! Vielleicht glauben es jetzt mal ein paar Wasserburger, dass ich nicht seit 17 Jahren im Urlaub bin, sondern auch was mach 🙂
    Herzliche Grüße in die Heimat aus Florenz!
    Werner

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