Don Bosco verabschiedet Absolventen

61 Auszubildende des Berufsbildungswerkes in Aschau haben Prüfung bestanden

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waldw4Aschau am Inn – 61 Auszubildende, darunter neun unbegleitete jugendliche Flüchtlinge (UMF), des Don Bosco-Berufsbildungswerkes in Aschau am Inn haben ihre Abschlussprüfung bestanden. 20 Absolventinnen und Absolventen wurden mit einer Anerkennungsurkunde für sehr gute und gute Leistungen sowie mit Preisen ausgezeichnet.

Allen Grund zum Feiern hatten die jungen Fachkräfte, die kürzlich in einer feierlichen Veranstaltung ihre Berufsabschlusszertifikate, Schul- und Ausbildungszeugnisse sowie diverse Lehrgangsbescheinigungen überreicht bekamen. Mit einem feierlichen Gottesdienst läutete Pater Bernhard Stiegler, Direktor der Salesianer, die Freisprechungsfeier ein.

Der offizielle Festakt fand  anschließend im Don Bosco-Festsaal statt. Klaus Ortner, Gesamtleiter von Don Bosco in Aschau, eröffnete mit einer beschwingten Begrüßung. Elfriede Geisberger vom Amt für Jugend und Familie Mühldorf freute sich mit ihren UMF-Schützlingen über den erreichten Berufsabschluss und den nahtlosen Übergang in Anstellungsverhältnisse in Hotel- und Gastronomie sowie Elektronik- und Metallgewerbe.

Wolfgang Gaigl vertrat die Berufsschule I Mühldorf, die in Kooperation mit Don Bosco diese Burschen mit einer zweijährigen vorgeschalteten schulischen Vorbereitung unterstützte. Manfred Rumpff, Bildungsberater der IHK Mühldorf, freute sich ganz besonders über die 53 erfolgreich absolvierten IHK Berufsabschlüsse in der Don Bosco-Bildungseinrichtung.

Dass sich lernen lohnt, darüber sprach Manfred Römer, Zweiter Bürgermeister von Aschau in seinem Grußwort. Er honorierte das Engagement der Absolventen und betonte dabei, dass Begabung alleine nicht reicht, sondern eine große Portion Fleiß von Nöten sei, um das Ziel zu erreichen.  Die Ausbildungsjahre des Strebens habe sich nun ausgezahlt und eine wichtige Etappe des beruflichen Lebensweges sei geschafft.

Als „Berufsführerschein“ bezeichnete Christian Litwinschuh, Berater der Agentur für Arbeit Traunstein, den erreichten Berufsabschluss der jungen Leute, die die Agentur für Arbeit in dieser Zeit finanziell unterstützte. Die Höhen und Tiefen einer zwei- und dreijährigen Ausbildung mit ihren unterschiedlichen Leistungsphasen verglich er mit einer Autobahnfahrt. „Mal rasant und geradlinig unterwegs, mal auf der Standspur pausieren und sich reparieren, mal auf der Überholspur voll durchstarten. Nicht zu vergessen die Überlandfahrten: kurvig, mal bergauf, mal bergab, Stau, der einen zwingt zu warten oder Umwege zu wählen.“ Solche Empfindungen im  Ausbildungsalltag seien nur allzu menschlich.  „Und zu guter Letzt gibt´s dann noch die Nachtfahrten, eine Besonderheit, die alle Kraft und Konzentration abverlangt um ans Ziel zu gelangen, erfolgreich anzukommen – den  Berufsführerschein sein Eigen nennen zu dürfen.“

„Ich habe heute ein Bild für Sie und zwar den Berufsabschluss“, das war die Botschaft von Alfred Hiermannsperger an die Absolventen. Der Schulleiter der Don Bosco-Berufsschule machte in seiner Festrede deutlich, dass Oberflächlichkeit immer mit kurzer Überlebensdauer einhergeht. Vielmehr sei es wichtig, dass jeder neben seinem Erscheinungsbild an seiner Haltung und Gesinnung arbeite. Die Attitude, wie es Heidi Klum und ihre Juroren im model business nennen.  Er spannte damit den Bogen zur Haltung der Jugendlichen gegenüber ihrer Ausbildung: ernsthaft und zuverlässig arbeiten, pünktlich sein, Leistung erbringen und Verantwortung übernehmen. Wie steht es denn mit der Gesinnung gegenüber Kollegen, Lehrern, Erziehern, Ausbildern und Fachdiensten? Sind sie zu respektvollem Umgang bereit und können sie Vertrauen schenken und annehmen? Er honorierte das gezeigte Durch- und Dagegenhalten der Jugendlichen, denn nur damit waren sie erfolgreich!

Mit Humor und etwas Wehmut schauten die Absolventen Ivonne Fredlmeier, Fachpraktikerin für Bürokommunikation, und Dominik Maderthoner, Bürokaufmann, auf ihre Ausbildungszeit zurück. Das anfänglich neue und fremde Waldwinkel wuchs ihnen über die Jahre ans Herz und wurde zur Vertrautheit. In der Gemeinschaft Lachen und Spaß haben, Kummer verarbeiten, aus Misserfolgen lernen, Ziele erreichen und Erfolg haben, Lernen und Leben schweißt zusammen und prägt. „Waldwinkel und unsere Mitstreiter sowie die Mitarbeiter Don Boscos wurden zu unserer eigenen kleinen Familie…“, so die beiden. Ihr herzliches Dankeschön für die immerwährende Unterstützung wenn´s nötig war, richteten sie an ihre Ausbilder, Erzieher, Fachdienste und Lehrer.

 

Musikalischer Rahmen

waldw1waldw2Für eine schwungvolle musikalische Stimmung sorgten Katharina Wimmer,
Auszubildende 2. Lehrjahr zur Technischen Produktdesignerin mit Gitarre und
Gesang; Susanne Fischer, Absolventin Mediengestalterin an der Geige.

 

 

 

Abdulhusain Nematy und Habibollah
Hayati, UMF, sangen auf ihre eigene
besondere Art und Weise.

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Zeugnisse

Mit der Überreichung der Zeugnisse durch Sabine Sedlmaier, Leiterin Berufsausbildung und Alfred Hiermannsperger sowie der Ehrung der Jahrgangsbesten durch Manfred Römer fand der Festakt seinen Höhepunkt. Verabschiedet und mit Stolz ins Arbeitsleben entlassen wurden:

Bürokaufmann (1), Fachpraktiker für Bürokommunikation (5), IT-Systemkaufleute (6), Fachkräfte für Lagerlogistik (2), Fachlageristen (7), Kaufleute im Einzelhandel (2), Verkäufer (4), Hotelfachleute (4), Fachkräfte im Gastgewerbe (2), Köche (2), Beikoch (1), Mediengestalter (5), Elektroniker für Geräte und Systeme (1), Fachpraktiker für elektrotechnische Systeme (3), Holzmechaniker (1), Hauswirtschafterin (2), Dienstleistungshelferin Hauswirtschaft (3), Metallfeinbearbeiter (5), Werker im Gartenbau FR Zierpflanzen (1), Werker im Garten- und Landschaftsbau (2), Florist (4)
Foto ganz oben: Die besten Absolventinnen und Absolventen begleitet von (links hintere Reihe E. Geisberger (Amt für Jugend und Familie), A. Hiermannsperger (Schulleiter), siebter von links C. Litwinschuh (Agentur Traunstein), M. Römer (2. Bürgermeister), rechts aussen S. Sedlmaier (Leiterin Berufsausbildung).

 

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