Die Lachmuskeln strapaziert – aufs Äußerste

„Da Opa, da Bappa und i“: Eiselfinger Theatergruppe begeistert mit Komödie

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010   IMG_1125Eiselfing – Der ein oder andere zwischenmenschliche und innerfamiliäre Zwist beinhaltet neben allerlei Verwerfungen auch reichlich Potenzial für gute Laune und Schadenfreude. Natürlich vorausgesetzt, dass man nicht selbst betroffen ist! Und so strapazierte die Eiselfinger Theatergruppe mit ihrem in diesem Jahr gezeigten Stück „Da Opa, da Bappa und i“ die Lachmuskeln der am ersten Aufführungswochenende zahlreich erschienenen Besucher mitunter aufs Äußerste.

Wenn der stets grantige Großvater angesichts der Suche nach einem Dosenöffner „Ansonsten holen wir eben die Oma. Die beißt die Dose schon auf“ blafft, ein Angelausflug im Fiasko endet, Gefühle Purzelbaum schlagen und Weiblein und Männlein in vielfältiger Form aufeinander prallen, steht einem launigen Abend nichts im Wege. Doch bei allem Klamauk und deftigen Dialogen bietet die dreiaktige Komödie von Ulla Kling letztlich auch Stoff zum Nachdenken und es wird deutlich, wie wichtig Familie ist.

Alles beginnt damit, dass der Papa (Bert Reiter) auf der Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit in einer Berghütte auf „Stupsi“, eine gleichsam selbstbewusste wie schnippische junge Dame trifft, die sich dort eingenistet hat. Theater-Neueinsteigerin Lisa Höfler erntete für ihre beachtenswerte schauspielerische Leistung zu Recht einen Extra-Applaus vom Publikum. Das unfreiwillige Treffen des verheirateten Mannes mit dem Mädchen sorgt schließlich zwangsweise für reichlich Aufruhr und Erklärungsprobleme. Im weiteren Verlauf schlagen dann der I, also Enkel „Robbi“ (Gerhard Wimmer), und die Mama (Petra Wolfsberger) in der Hütte auf.

Und als ob das für alle Beteiligten nicht schon genug wäre, haben sich auch die Oma und der Opa – gespielt von den beiden Eiselfinger Theater-Urgesteinen Evi Nowak und Sebastian „Schoko“ Pauker – mal wieder gezofft und sorgen mit ihrem Erscheinen endgültig für das ganz große Chaos. Die von den Darstellern gekonnt und mit viel Hingabe gespielten Charaktere wachsen dem Besucher jedenfalls sofort ans Herz. Ob es gelingt, dass mitunter bizarre Gewirr aus Missverständnissen und Konfliktfeldern wieder zu lösen, kann an diesem Wochenende nochmals mitverfolgt werden.

Am kommenden Wochenende, Freitag, 30. Januar, und Samstag, 31. Januar, heißt es im Saal des Gasthauses Sanftl erneut: „Vorhang auf.“ Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr.

Fotos: Georg Barth

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