Der Zauber von „Kofelgschroa“

Ein Höhepunkt beim Freiluft-Festival „Drei-Tage-Thal" bei Soyen

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Thal/Soyen – Kofelgschroa! Wie bitte? Ja, für alle, die kein Bayrisch verstehen (de gibt’s bei uns!?): Der Kofel ist der Hausberg des Oberammergaus und Gschroa bedeutet nichts anderes als Geschrei. Matthias, Michael, Martin und Maximilian sind am Samstag, 8. Juni, um 20.30 Uhr beim Freiluft-Festival Drei-Tage-Thal“ der Höhepunkt schlechthin. Der Laden im Thal in Thal 4 bei Soyen und das Kino Utopia laden ein. Kofelgschroa sehen sich nicht als professionelle Musiker, sondern als Freizeitmusiker mit viel Freizeit. Eine Bühne brauchen die vier Oberammergauer normalerweise auch nicht: Ihr Schauplatz ist die Straße. Die Natur, der Wald oder ein U-Bahnschacht.

Es gibt sie seit sechs Jahren und schon vor drei Jahren legten Kofelgschroa eine Pause ein, da es Maximilian in die Hauptstadt zog. Er merkte jedoch schnell, dass ein kleiner Bayer in Berlin nicht glücklich wird. Und so kehrte er in seine Heimat zurück, die vier vereinten sich wieder und wurden von dem Münchner Label Trikont unter Vertrag genommen. Auch LaBrassBanda und Attwenger haben hier ein musikalisches Zuhause gefunden. Kurze Zeit später entstand das selbstbetitelte Debutalbum, vollgepackt mit zwölf ausdrucksstarken Songs. Hier starten also vier junge Männer durch, die Musik machen, um Spaß zu haben, anstatt das große Geld mit Plattenverkäufen zu verdienen. Es sind Persönlichkeiten in der Tradition von Biermösl Blosn, die ein notwendiges Gegengewicht zum konservativen Bayern schaffen.

Gegründet wurde die Band 2007 von Matthias Meichelböck (Tenorhorn), Martin von Mücke (Helikontuba), Michael von Mücke (Flügelhorn und Gitarre) und Maxi Pongratz (Akkordeon). Von außen betrachtet könnte man die Kofelgschroa-Musik vielleicht so beschreiben – worum’s halt geht:  Der Dialekt markant – die Instrumente immer noch nah an einer typischen Volksmusikbesetzung – der ein- bis dreistimmige Gesang trifft sich oder auch nicht –  Mollakkorde korrigieren ganz plötzlich das Überschäumende und Ausufernde in langen Stücken, wo die Länge dem Song die Tiefe und die Qualität gibt. Die Texte werden gesprochen, gerufen, gesungen und dann gerne auch versetzt, zusammen und öfter. Worum’s wirklich geht: Um einen Zauber rund um die traditionelle Volksmusik – um einen Zauber des Improvisierens. Um die Aufhebung von Konvention und Vernunft.  Am Besten, Sie hören einfach selbst.

Das ganze Programm vom 7. bis 9. Juni finden Sie auf unserer Plakatwand – siehe Rubrik oben. Karten sind im Vorverkauf bei den Veranstaltern sowie bei Bücher Herzog in Wasserburg und bei den Raiffeisenbanken in Albaching und Rechtmehring erhältlich.

 

 

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