„Der Watzmann ruft“ – alle sind begeistert

Schnaitseer Theatergemeinschaft zeigt Ambros-Kult-Rustical in Baumburg

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Watzmann 11.7.14 042Schnaitsee – Bereits viermal zeigten die Schnaitseer Theaterer das Kultrustical „Der Watzmann ruft“ im Historischen Baumburger Gutshof. Die Kritiken reichten von „Einfach klasse“ bis zum „Unglaublich was diese Laiengruppe auf die Bühne zu bringen imstande ist“ und bis „Wir kommen auf alle Fälle im August noch einmal… das war ein herrlicher Abend“.

„Mit der Inszenierung des Kultrusticals ,Der Watzmann ruft´ von Wolfgang Ambros haben wir einen lange gehegten Wunsch in die Tat umgesetzt. Die Rückmeldungen waren rundum positiv und so soll es im August weitergehen“, freut sich Regisseur Josef Unterforsthuber über den bisherigen Erfolg. Großes Lob kam von allen Seiten auch für die Bühnengestaltung. Die Schauplätze im Berchtesgadener Land wurden perfekt in den urigen Gutshof versetzt.

Aber auch die Kramperlkostüme, der vom erzürnten Watzmann ausgesandten Gesellen stammen nicht von irgendwo her – nein, die Kramperl tragen original Masken vom berühmten Berchtesgadener Kramperllauf. Das Bühnenbild ist allein schon eine Augenweide. Beim Eintritt in den Gutshof wird der Blick frei auf die berühmte Watzmann-Silhouette und als Bühnenhintergrund glitzert der Königssee mit Sankt Bartholomä. Der Schnaitseer Maler Arnold Böhm, passend ein gebürtiger Berchtesgadener, hat damit ein wahres Kunstwerk geschaffen. Bei den Schnaitseern kommt natürlich trotz der Authentizität die Phantasie nie zu kurz: Der zu Stein verwandelte König Watzmann wird nach der Verfluchung für die Zuschauer sichtbar und „steht als Mahnmal für die ganze Bosheit auf dieser Welt bis in alle Ewigkeit.“

Die grausamen Szenen in denen eine aufrührerische Bauernfamilie zu Tode gemetzelt wird gehen dieser Verfluchung und Verwandlung des Menschen zum Berg voran. Da haben die Schnaitseer gegenüber Wolfgang Ambros einen großen Vorteil: Warum der Watzmann ein Schicksalsberg ist, erklären sie dem Zuschauer beeindruckend.

Danach die Idylle pur am Königssee mit dem berühmten Echo und schmalzigen Liedern. Es ist fast zu idyllisch …zumindest bis der Watzmann sein böses Gesicht zeigt.

Nach diesen Vorspielen kommt die eigentliche Geschichte, die vor über 40 Jahren von geschrieben und langsam aber sicher zum Kult wurde. Die Schnaitseer haben diese Urfassung mit neuen Texten und Liedern aus dem Jahr 2005 ergänzt und die besten Stücke für ihre Inszenierung hergenommen. Natürlich wurde auf die Kultfiguren, wie der „Voder und der Bua“ die beiden skurrilen Knechte und die „Gailtalerin“ nicht verzichtet. „Wir glauben dass unsere Schauspieler den Originalen in nichts nachstehen und in einigen Sequenzen sogar noch publikumswirksamer ihre Rollen verkörpern“ zeigen sich die beiden Spielleiterinnen Elisabeth Lamprecht und Monika Kinzner nach den ersten vier Aufführungen zu Recht überzeugt.

Natürlich – wie könnte es bei den Schnaitseern anders sein – haben auch alle Lieder ihre eigene Note. Unzählige Stunden opferten Wolfgang Kinzner und seine Musikerkollegen für die spezielle Arrangierung für die Schnaitseer „Watzmann-Band“.

Kultursommer-Organisator Muk Heigl zeigte sich nach der Premiere höchst angetan: „Das ist ein Knüller für Baumburg und die ganze Region. Ich wusste schon bei der Verpflichtung, dass ich mich auf die Schnaitseer Theatergemeinschaft verlassen kann.“

Karten gibt es momentan noch für alle Vorstellungen am 21., 22.., 23., 28., 29. und 30. August um 20.30 Uhr im Autohaus Hauer in Schnaitsee. Plätze können bei Andrea Emmerer 08074/8465 und bei Josef Unterforsthuber 08074/9178075 reserviert werden.

 

Foto: Der „Star“ der Schnaitseer ist Peter Mühlberger aus Stadl bei Gars. Er gibt eine selten aufreizende Gailtalerin.

 

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Ein Gedanke zu „„Der Watzmann ruft“ – alle sind begeistert

  1. Angelika Janz

    Ich war in der Aufführung und sie war wirklich absolute Spitze. Trotz anfänglichen Regens!

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