Der sie versteht, die Sprachen dieser Welt!

Zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. h.c. Adi Dietz aus Pfaffing - Unser Portrait

image_pdfimage_print

1 Nein, im Rampenlicht steht er nicht gerne, dafür ist er viel zu bescheiden. Im Kreise seiner großen Familie, seiner Freunde und Nachbarn aber gab es nun viel Applaus und vor allem berührende Worte – für einen Mann aus Pfaffing, der jetzt seinen 80. Geburtstag feiern konnte: Adolf Dietz – Adi genannt und „den Professor und den Doktor lass ma moi weg“ gerne sagend. Unser Foto zeigt den Jubilar beim Fest gemeinsam mit seiner Monique. Ins Wasserburger Fischerstüberl bei Attel hatte das Paar eingeladen. Unser Portrait …

Foto: Renate Drax

Sageundschreibe 15 Sprachen dieser Welt sind für ihn ‚kein spanisches Dorf‘, unzählige Publikationen hat er veröffentlicht. Bücher und Schriften über sein Spezialgebiet: Das deutsche, europäische und internationale Urheberrecht! Prof. Dr. Dr. h.c. Adi Dietz aus Pfaffing ist zudem Spezialist für geistiges Eigentum der Länder Mittel- und Osteuropas und der Volksrepublik China.

So steht es auch beim Max-Planck-Institut in München geschrieben, für das er nach wie vor gerne arbeitet. Viel kann Adi Dietz aus seinem bewegten Leben erzählen. Vor 14 Jahren bekam er das große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht – für einen Gesetzesentwurf, der das Urheberrecht positiv stärkt. Er war Gastprofessor an einer Uni in Peking, hat einen Verdienstorden der Republik Polen und bekam in Belgien an der Uni Brüssel den Dr. h.c.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik übergab die damalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin persönlich dem Pfaffinger Prof. Dr. Adolf Dietz.

Sprache hat nichts mit Wissen zu tun, sondern ist emotionales Lernen. Viel sagt es also über einen Menschen aus, der über ein Dutzend Sprachen spricht und noch viel mehr richtig gut verstehen kann.

Adi Dietz war ein kleiner Bub, als er nach Pfaffing zur Familie Kraus kam in den Kriegszeiten. Er ging hier zur Schule und wechselte dann auf das Gymnasium nach Wasserburg. Als Jugendlicher kehrte er nach München zurück. Doch Pfaffing blieb in seinem Herzen. 1978 baute er deshalb hier ein Holzhaus – erst mal nur als Wochenend-Wohnung. Vor genau zehn Jahren siedelte er mit seiner Frau Monique van den Dungen ganz nach Pfaffing. Sehr wohl fühlen sich beide in der Gemeinde.
So vieles hat er gelernt im Leben. Aber vor allem eines: Neugierig zu bleiben. Immer.

Die chinesische Schrift beherrscht Adi Dietz wie ein Gelehrter in China. 3000 Zeichen schätzt er und sagt bescheiden, dafür sei aber das gesprochene Chinesisch in vieler Hinsicht einfacher zu lernen als etliche Fremdsprachen – durchaus nicht schwerer als etwa Spanisch oder Russisch. Ich glaube es ihm einfach.

Und ich weiß, dass Adi Dietz wie ein heller Stern ist, der ganz still durch sein Sprachen-Talent zur Verständigung der Menschen in dieser Welt beiträgt – und zum Frieden.

rd

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.