Der neue Schirmherr vom Attler Herbstfest

Wir stellen vor: Pfarrer Rainer Maria Schießler, Buchautor, TV-Star, Wiesn-Bedienung

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pfarrer attl

Ein neues Attler Herbstfest steht bevor am Freitag, 9. September: Das bedeutet auch wieder einen neuen Schirmherrn für das beliebte Fest! Schon seit vielen Jahren legen die Attler besonderen Wert auf die richtige Auswahl des geeigneten Paten, der natürlich auch wieder den feierlichen Anstich am Freitag um 18 Uhr vornehmen wird. Das Trio der Festwirte Herbert Prantl-Küssel, Konrad Stemmer und Florian Ott freut sich besonders, dass diese Aufgabe diesmal der Münchner Pfarrer Rainer Maria Schießler – Buchautor, TV-Star, Wiesn-Bedienung – übernimmt. Wir stellen ihn vor …

Nomen est omen, sagt man gerne: Der Name ist Programm. Weil meine Mutter den Dichter Rainer Maria Rilke liebte, also seine literarischen Werke, und ich auch einmal ein wenigstens etwas poetisch angehauchter Mensch werden sollte, hat sie mich auf den Namen Rainer Maria taufen lassen. Es ist schon verrückt, was dann wirklich aus einem wird im Leben …

Geboren bin ich 1960 und aufgewachsen in München-Laim, nicht gerade Münchens „In-Viertel“. Dennoch hatte ich das große Glück, dort eine absolut unbeschwerte und wunderschöne Kinder- und Jugendzeit verleben zu dürfen. Sparsamkeit und Fleiß, ehrliche Zufriedenheit und Achtsamkeit im Umgang mit den Gütern des Lebens, Hochachtung vor dem Leben und dem der Anderen – so beschreibe ich gerne die Grundpfeiler meiner Erziehung.

Da steckt alles drin! Ja, und so wurde aus dem Lausbuben erst ein Ministrant, dann ein Abiturient und Theologiestudent – und schließlich ein Münchner Stadtpfarrer. Eine geradlinige und nicht immer steile Karriere, aber ein guter Weg. Und jedem, der mich auch nur auf einem Teilstück begleitete, danke ich täglich von ganzem Herzen.

Weil man sich wohl in der Kirche dachte, dass ein Großstadtbub unbedingt auch das Leben in der Provinz kennenlernen muss, durfte ich nach meiner Priesterweihe 1987 meine ersten Priesterjahre auch genau dort verbringen, in Bad Kohlgrub und in Rosenheim.

Und wieder waren es wunderbare und geschenkte Jahre mit herrlich offenen Menschen, die mich führten. Nach zwei weiteren Kaplansjahren auf Giesings Höhen, wo ich damals betend den Aufstieg meines Fußballvereins 1860 München in die 1. Liga mit unterstützte, bin ich seit 1993 Stadtpfarrer in St. Maximilian im Glockenbachviertel – und seit 2011 auch noch „Nebenbei-Pfarrer“ in Heilig Geist, einer der wohl schönsten Kirchen Münchens, direkt am Viktualienmarkt.

Ich bin leidenschaftlich gern Pfarrer, und ich probiere gern was aus. Beileibe kein Widerspruch!

So kommen nicht nur Menschen zu mir in den Gottesdienst, sondern auch schon mal Tiere bei unserer jährlichen „Viecherlmesse“ im Juli. Immer vor den großen Ferien segne ich Gefährte aller Art beim Fahrzeug- und Motorradgottesdienst, auch Bobby Cars und Kinder-Roller – schließlich bin ich selbst begeisterter Inlineskater und Motorradfahrer.

Und dann noch zwei Superlative: Wir haben jedes Jahr die größte „Indoor-Weihnachtskrippe“ der Welt in unserer Kirche stehen, und ich bin der einzige katholische Pfarrer, der als Bedienung auf dem Münchner Oktoberfest arbeitet. Wie so vieles im Leben war auch dieser Einsatz nie geplant – die besten Dinge im Leben fallen einem immer zu, sind pure Geschenke.

So sehe ich auch meine Arbeit bei der TV-Sendung vom BR – „Wir in Bayern“ – wo ich seit ein paar Jahren zu Fragen des Glaubens und des menschlichen Miteinanders Stellung nehme, als Geschenk. Und daraus hat sich dann noch etwas entwickelt, auch dies, zumindest von mir, völlig ungeplant: meine eigene Talksendung! „Pfarrer Schießler – Gäste & Geschichten“ heißt sie. Darauf bin ich schon ein bisserl stolz. Wenn das jetzt meine leider viel zu früh verstorbene Mutter miterleben dürfte – was sie wohl sagen würde? Vielleicht: „Bist ja doch so was Ähnliches geworden wie ein Poet. ‚Rainer Maria‘, des passt scho zu dir, oder …?“

Ihr Pfarrer Rainer Maria Schießler

Quelle BR

Das Herbstfest 2016 im Überblick

Die Verantwortlichen setzen auch beim 44. Attler Herbstfest wieder auf Bekanntes und Bewährtes. Tradition und Inklusion stehen im Vordergrund, wenn die Betreuten und Mitarbeiter der Stiftung Attl zu ihrer fünften Jahreszeit einladen. „Die Besucher lieben unser Fest, weil es so ist, wie es ist“, weiß Festwirt Konrad Stemmer. „Trotzdem wollen wir unseren Gästen auch immer wieder die eine oder andere neue Attraktion bieten.“ Dieses Jahr ist es das Stoahebn für jeden, das hoffentlich viele wagemutige und starke Männer und Frauen ins Zelt locken wird.

attlAm Herbstfestsonntag ab 14.30 Uhr gilt es dann, den eigens im Zelt aufgebauten 175kg-Stein möglichst weit hoch zu lupfen. Mitmachen kann jeder, der sich das zutraut und natürlich auch über das nötige „Irxnschmalz“ verfügt.

Bei der Musik können die Festgäste nicht nur auf die bewährten Garanten gepflegter Festzeltunterhaltung setzen. Während am Freitag wie gewohnt die Neubeurer Blaskapelle den Auftakt macht, sorgen am Samstagnachmittag die Danzlmusi der Stadtkapelle Wasserburg und am Abend erstmals die Party-Band Die Grenzgänger für die passende Musik.

Sonntags spielt bis 15 Uhr die Stadtkapelle Wasserburg auf. Am Abend gibt es dann wie im Vorjahr eine Festzeltparty mit der Band „14 Hoibe“. Der Montag klingt traditionsgemäß mit der Vogtareuther Blaskapelle aus.

Natürlich gibt es auch wieder das große beliebte Programm rund um das Festzelt auf dem Gelände der Stiftung Attl. Ob Spiele- und Begegnungsnachmittag am Samstag, Festgottesdienst, Integrationsfußball oder Oldtimer- und Bulldogtreffen am Sonntag: für jeden ist etwas dabei.
Der Montagnachmittag ist dann den Senioren gewidmet. Für die ältesten Herbstfestbesucher winkt als Ehrung wieder ein reichhaltiger Geschenkekorb mit Produkten aus dem Attler Markt.

Zudem gibt es bis 16 Uhr einen verbilligten Bierpreis. Danach folgt im Anschluss das traditionelle Kesselfleischessen. Und jeden Abend lockt auch in diesem Jahr wieder die Planters Bar mit den besten Cocktails bis 2 Uhr morgens.

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