„Der heutige Tag – eine göttliche Vorsehung“

Ministerpräsident Horst Seehofer und Dr. Stoiber in Rott zu Gast

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OLYMPUS DIGITAL CAMERARott – Gefallen hätt‘ ihm das am heutigen Tag der deutschen Einheit in Rott, was die CSU mit Vorstand Wast Mühlhuber auf die Beine gestellt hatte. Ein gelungenes Fest im Gedenken an den 25. Todestag von Franz Josef Strauß. Eine göttliche Vorsehung, dass es ausgerechnet der 3. Oktober war“, sagte Rotts Pfarrer Klaus Vogel, der sowohl in der Kirche als auch am Friedhof Applaus für seine treffenden Worte bekam. Dazu strahlend blauer Himmel und alle friedlichst vereint in Rott: Ministerpräsident Horst Seehofer, der frühere Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber …

Fotos: Renate Drax

Fotos: Renate Drax

OLYMPUS DIGITAL CAMERA… heutiger Ehrenvorsitzender sowie die frühere Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Gerda Hasselfeldt, Generalsekretär Alexander Dobrindt, die früheren bayerischen Minister Erwin Huber, Peter Gauweiler (heute noch MdB) und Gerold Tandler, die „bis vor wenigen Tagen Bundesministerin“ Ilse Aigner und natürlich nicht zuletzt seine Kinder Monika Hohlmeier, Max und Franz-Georg Strauß mit Familien und Polit-Prominenz aus der ganzen Region. Ein großes Aufgebot an Journalisten und Fernsehleuten von der ARD bis zu ARTE (die heute um 19.10 Uhr im Nachrichten-Journal darüber berichten) fehlte nicht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Einen Salut schossen die eigens angereisten Gebirgstrachtenschützen vom Tegernsee, deren Ehrenmitglied Franz Josef Strauß war. Und Enkeltochter Marianne sang das Ave Maria.

„Ich verneige mich!“

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs waren sehr bewegende Worte, die in der Kirche, auf dem Friedhof vor der Kranzniederlegung in der Familiengruft und auch beim Stehempfang im Klostersaal zu Rott gesprochen wurden. Immer wieder hörten die zahlreichen Anwesenden „ich verneige mich“ – vor dem Menschen, vor der Persönlichkeit Franz Josef Strauß!

Aber es wäre kein Tag gewesen zu seinen Ehren, wenn es nicht auch genügend zum Schmunzeln und Lachen gegeben hätte. Ministerpräsident Horst Seehofer machte den Anfang in der zwar großen, aber geradezu familiär wirkenden Runde beim Stehempfang: „Ich weiß noch sehr gut, als ich als junger Parlamentarier vor ihm stand – recht schlaksig. Da hat er mich angeschaut und gsagt, ‚Sie wissen schon, dass man von der Länge eines Menschen nicht auf seine politische Größe schließen kann…‘ Dieser Satz hat mich mein Leben lang begleitet.“

Seehofer: „So was wie hier in Rott – das gibt’s halt nur in Bayern“

OLYMPUS DIGITAL CAMERAVon Rott, dem CSU-Ortsverband und der Feier insbesonders war der Ministerpräsident höchst angetan. „So was wie hier – das gibt’s halt nur in Bayern“, sagte er, da würden die aus Berlin aus dem Staunen nicht mehr herauskommen – die schöne Messe, die Gebirgsschützen, die besonderen Worte und alles. Zwar müsse er heute noch zum Flughafen, weil er in Berlin ein Gespräch mit dem Bundespräsidenten Gauck zur Regierungsbildung habe. Dessen Befürchtung einer instabilen Regierung werde er aus dem Weg räumen, schließlich stehe Bayern als Voraussetzung für eine stabile Regierung… Aber, so meinte Seehofer, spreche er ganz im Sinne eines Franz Josef Strauß, wenn er nun spontan noch die Herren Stoiber, Gauweiler und Huber ans Mikro bitten werde – wenn sie alle schon einmal in Rott versammelt seien. Schließlich habe Strauß das Spontane, Unvorhersehbare geliebt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAÜber diese Idee freute sich auch Sebastian Mühlhuber von der CSU Rott sehr. Er hatte daran erinnert, dass Franz Josef Strauß „wie ein König“ vor 25 Jahren in Rott zu Grabe getragen worden sei. Und dass er noch heute in so vielen Köpfen und auch Herzen präsent sei. Immer wieder sei die Rede davon, was hätte wohl der Franz Josef Strauß dazu gesagt – dass wurde auch bei der Feier immer wieder angesprochen an diesem Ehrentag und bestaunt. Und es wurde auch daran erinnert, dass Strauß stets betont habe, im Vertrauen auf Gottes Stärke zu leben. Daraus habe er die Kraft geschöpft, seiner Heimat Bayern unermesslich viel zu geben. Strauß habe die politische Verantwortung gewählt – und gelebt.

Sowohl Seehofer als auch Dr. Stoiber und Gauweiler wie Huber erzählten ihre ganz persönlichen Anekdoten mit Franz Josef Strauß. München, Paris, Moskau, Peking – Strauß sei eine Ausnahme-Persönlichkeit gewesen. Mit unendlich vielen Ideen. Er habe das Leben geliebt und für Bayern gelebt. Er sei es einfach gewesen – ein Stück Bayern auf dieser Welt!

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