Denkmalschutz als Leidenschaft

Ein besonderes Ehrenamt: Kreisheimatpfleger Knut Stolte in Ruhestand verabschiedet

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Kreisheimatpfleger

Der Denkmalschutz ist seine Leidenschaft. Über zehn Jahre kümmerte sich Knut Stolte ehrenamtlich als Kreisheimatpfleger um dieses Thema. Jetzt verabschiedete sich der Architekt in den Ruhestand. Stolte regte den Denkmalpreis des Landkreises Rosenheim an, er begeisterte junge Menschen für das nicht ganz einfache Thema und kreierte etliche Kunst- und Kulturwanderungen. Landrat Wolfgang Berthaler und die Kreisheimatpfleger ließen es sich nicht nehmen, Knut Stolte in geselliger Runde zu verabschieden: (von links) Michael Stratbücker, Landrat Wolfgang Berthaler, Knut Stolte, Ferdinand Steffan und Karl Aß. Mit dabei zudem Christoph Maier-Gehring und Franz Weideneder vom Kulturreferat im Landratsamt Rosenheim. Es gab ein gemeinsames Mittagessen.

Berthaler lobte Stolte als einen sehr verlässlichen Partner, der immer versuchte, Lösungen zu finden. Der Landrat, früher Bürgermeister in Flintsbach, und der Kreisheimatpfleger lernten sich bei der Sanierung der Alten Post in Fischbach kennen. Die Zusammenarbeit mit ihnen sei eine Wohltat gewesen, erinnerte sich Berthaler. Er bedankte sich zudem bei Christine Stolte mit einem Blumenstrauß: Die Frau, die so ein Amt mitträgt, gehöre immer dazu.

In dem Ehrenamt des Kreisheimatpflegers fertigte Knut Stolte zahlreiche Berichte und Stellungnahmen zu Baumaßnahmen und Bebauungsplänen. Er sorgte dafür, dass eine große Anzahl Objekte in die Denkmal Liste aufgenommen wurden.

Neben etlichen Villen und Landhäusern waren dies unter anderem der Königspavillon am Priener Bahnhof, das Geigenbergerhaus in Wasserburg, ein Brückenviadukt bei Amerang, die Parkanlage bei der Villa Elisabeth in Aschau sowie die evangelische Kirche in Breitbrunn.

Neben seiner offiziellen Tätigkeit sah Stolte seine Aufgabe darin, junge Menschen für das Thema Denkmalschutz zu sensibilisieren. 2009 fand die erste Kulturwanderung statt. Der Kreisheimatpfleger zog mit einer Gruppe Gymnasiasten durch die Marktgemeinde Prien. Insgesamt entwickelte Stolte 20 Kunst- und Kulturwanderungen. Ein Teil von ihnen wird vom Tourismusverband Chiemsee-Alpenland beworben.

Beim Thema „Bauen im Bestand“ suchte Stolte die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Rosenheim. Im Laufe der Jahre entstanden viele Bachelor- und Masterarbeiten.

Der im Jahr 2012 erstmals vergebene Denkmalpreis des Landkreises Rosenheim geht auf eine Anregung Stoltes zurück. Landrat Berthaler kündigte an, dass es Aufgabe des neuen Kreisbaumeisters sein werde, einen Nachfolger für Knut Stolte zu finden.

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