„Danke, bsonders an mei Mama und mein Papa“

Zehn Jahre Pfaffinger Hof mit Wirtin Luise Bichler gefeiert

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Foto 0Pfaffing – „Imma san’s do, wenn i’s brauch. Da Papa woaß imma an Rat und d’Mama krempelt glei de Ärmel hoch, wenn’s in da Küch moi brennt.“ Berührend war’s, als Luise Bichler auf einen Stuhl stieg im großen Gastraum, damit sie auch alle sehen konnten – und ein herzliches Dankeschön in die Runde sagte. Zu allererst an ihre Eltern Alois und Marianne Bichler, die ihr dieses Leben als Wirtin ermöglicht haben. Und dann aber auch an alle, die ihr die Treue halten seit stolzen zehn Jahren. Die privat oder mit einem Stammtisch oder mit dem Verein einfach immer da seien. Und nicht zuletzt auch ein Danke an ihr so fleißiges Personal.

Mit Weißwürst, Leberkäs und zünftiger Musi wurde am Samstag gefeiert – alle gemeinsam.

Foto 00Die Böllerschützen grüßten mit einem Salut zum Jubiläum des Pfaffinger Hofs. Ein ganz besonderer Augenblick für die Gemeinde Pfaffing und die ganze Region war es vor genau zehn Jahren. Nach einem Vierteljahrhundert gab es wieder eine bayerische Gaststätte in Pfaffing direkt neben der Kirche. Die Wirtsleute Alois und Marianne Bichler aus Ramerberg hatten den Mut, auch für die jüngste Tochter Luise ein vollkommen neues Wirtshaus zu errichten, das sich harmonisch ins Pfaffinger Ortsbild einfügt, mit der Pfarrkirche den Dorfplatz der Gemeinde umschließt – und heute gar nicht mehr wegzudenken ist.

Foto 3Erst durften alle dabei zuschauen, wie in der gegenüberliegenden, hauseigenen Metzgerei Bichler die frischen Weißwürst hergestellt werden. Dann ging’s hinüber zum Wirtshaus, wo die „Pfaffinger Musi“ mit der im Pfaffinger Hof eigens gegründeten „Pfaffinger Hof-Musi“ schee zünftig aufspielten. Letztere setzt sich zusammen aus Mike Pfitzmaier (aus Pfaffing – Gitarre), Gust Wimmer (aus Albaching – Akkordeon), Karl Schreier (aus Soyen – Bass, Akkordeon) und nicht zuletzt Hans Exenberger (links), der mit seiner steirischen Ziach aus Söll in Tirol nach Pfaffing kommt.

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Die Pfaffinger Hof-Musi um den Gitarristen und Sänger Mike Pfitzmaier (links).

Der geschmackvoll eingerichtete „Pfaffinger Hof“ bietet in der Gaststätte etwa 150 Plätze mit einem abtrennbaren Nebenzimmer sowie zwölf gemütliche Fremdenzimmer im ersten Stockwerk. Im Keller ist das Domizil des Pfaffinger Schützenvereins – auch seit nunmehr zehn Jahren.

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A scheens Gschenk aus Schokolade für die Wirtin gab’s vom Stammtisch rund um Toni Wegmaier jun. Fotos: Renate Drax

An Erfahrung in der Gastronomie mangelt es der jungen Wirtin Luise Bichler, die mittlerweile Mama von zwei Kindern ist, nicht. Vier Jahre lang arbeitete sie zuletzt im elterlichen Traditionsgasthaus in Ramerberg, bevor der Pfaffinger Hof eröffnet wurde. Sie machte ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im Yachthotel am Chiemsee. Ihr Weg führte sie über den Bayerischen Hof in Lindau am Bodensee zum Freihaus Brenner am Tegernsee, bevor sie eine zweijährige Ausbildung zur Hotelbetriebswirtin in Altötting absolvierte.

„Heute fällt mir ein Stein vom Herzen,“ hatte Hausherr Alois Bichler bei der offiziellen Einweihung 2003 vor den geladenen Gästen offen zugegeben. Während der dreijährigen Bauzeit habe er nichts anderes mehr gehört, als „Wann macht‘s denn endlich auf?“. Dabei habe die Familie eben warten wollen, bis die jüngste Tochter soweit war, einen solchen Betrieb zu übernehmen.

Genau an der gleichen Stelle neben der Kirche stand bis 1978 das Wirtshaus „Rauchbart“, das man bereits 1983 erwarb und 1993 abriss. Gegenüber auf der anderen Straßenseite gibt’s seit vielen Jahren die hauseigene Metzgerei der Familie.

Foto 7Der „Renner“ schlechthin ist von Beginn an jeden Freitag das Weißwurstessen von 9 bis 11.30 Uhr im Pfaffinger Hof. Weit über die Landkreisgrenzen hinaus sind die kesselfrischen Weißwürst bekannt. Auch das Abo-Essen am Mittwoch, Donnerstag und Freitag mit drei Gerichten zur Auswahl ist beliebt. Auf frische saisonale Gerichte setzt die Küche. Ob Vorspeisen, vegetarische Gerichte, Fisch oder Wild oder hausgemachte Desserts – für jeden Geschmack bietet der „Pfaffinger Hof“ seine kulinarischen Genüsse. Ganz besonders stolz ist die Familie Bichler auf die eigene Metzgerei, wo noch selbst geschlachtet und gewurstet wird. Die Tiere, die dafür ausgesucht werden, stammen nur von Bauern aus der nächsten Umgebung, wie Alois Bichler versichert.

Foto 9Für private Feste, Vereinsfeiern oder –Veranstaltungen bietet der „Pfaffinger Hof“ bis zu 150 Gästen Platz. Im Biergarten können bei schönem Wetter zusätzlich noch einmal 100 Personen bewirtet werden. Rechtzeitige Reservierungen unter der Rufnummer 08076/88890 oder Fax  08076/8889200 sind erwünscht. Die zwölf modernen Doppelzimmer sind auch als Einzelzimmer bzw. als Dreibett-Zimmer (mit einem Kinder-Zustellbett) buchbar. Im Internet wird derzeit eine eigene Homepage erstellt. Die Adressen: e-mail info@pfaffinger-hof.de sowie www.pfaffinger-hof.de.

Die Küche hat montags Ruhetag.
Am Dienstag ist das Restaurant ab 17 Uhr geöffnet.
Den Rest der Woche, von Mittwoch bis Sonntag, kann man bis 14 Uhr zum Mittagstisch einkehren. An diesen Nachmittagen serviert der Pfaffinger Hof dann hausgemachte Kuchen und Torten bis 17.30 Uhr. Von Mittwoch bis Sonntag gibt es Abendessen.        

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