Da Knödel-Wahnsinn in Pfaffing!

Viel zu lachen und viel Applaus: Theaterspieler noch dreimal auf der Bühne

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1Pfaffing – Die absolute Hauptrolle hat diesmal einer, der schon lange zur altbewährten Riege gehört – Peter Korber (rechts im Bild mit Toni Wegmaier jun.). Und Korber schlüpft bravourös in die Rolle des bayerischen Schillers, nein, des armen Poeten – jedenfalls in die Rolle des Romanschreiberlings Ignaz Igel und überzeugt sehr: Ausdrucksstarkes Spiel vom Träumer zum – dem Wahnsinn verfallenden – Genie, sehr textsicher bei sehr viel Text! Ergänzt von einem Team, das die Komödien-Funken nur so spühen lässt: Vorhang auf für Pfaffings Theaterspieler! Im Gemeindesaal gibt’s noch dreimal viel zu lachen mit der Komödie „Breznknödel-Deschawü“ …

Fotos: Renate Drax

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Applaus vom Team für die Regie in Pfaffing: Lissy Nerbl (Mitte).

Gespielt wird noch an diesem Freitag und Samstag, 20. und 21. März, jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 22. März, bereits um 17 Uhr auf der Bühne im Pfaffinger Gemeindesaal. Karten im Vorverkauf gibt’s im Backhaus in Pfaffing an der Hauptstraße. Telefonisch können Karten auch bei Freche Motte in Wasserburg unter 08071 920098 vorbestellt werden.                                                        

4Und darum geht’s: Ignaz Igel alias Peter Korber (rechts) dreht fast durch. Er kann schon keine Breznknödl mehr sehen. Der Poet muss ein und den selben Tag immer wieder neu erleben. Täglich erscheinen die gleichen Personen vom Dorf, die täglich exakt die selben Fragen stellen und immer wieder gibt es Breznknödl, Breznknödl, Breznknödl.

Und jeden Tag muss er erneut ‘Nein’ sagen zu den Heiratsplänen seiner zintigen Tochter und zu den Plänen des Dorfes, seine Wiese zu erstehen. Vielleicht bildet er es sich auch nur ein! Oder ist es doch wahr? Oder treibt man ihn gekonnt in den Wahnsinn? Der Wahnsinn scheint gerade erst begonnen zu haben …

5Annelies Baumann (Mitte) als – aktuell bestens passend – total verschnupfte und vom grippalen Infekt befallene, die Bakterien nur so um sich schleudernde Schwagerin Emerenz verzieht keine Miene und kredenzt besagte Breznknödl – kräftig niesend – ein ums andere Mal.

Viel Szenenapplaus auch für ihn: Toni Wegmaier jun. (Foto ganz rechts) als schneidiger Hoderlump Fips und des Poeten bestem Freund. Also eigentlich. Denn der clevere Fips hod im Stückl seine eigenen Pläne, die Toni Wegmaier charmant ausspielt. Ein Garant für beste Laune im Publikum.

3Sie hat zwar diesmal keine Hauptrolle und doch ist ihr Spiel auf der Pfaffinger Bühne einmal mehr so nachhaltig, als ob sie selbige hätte: Elke Pfleger als Gschaftlingerin (rechts), verführerisch verwandlungsfähig – und bemerkenswert schnell im Umziehen. Kleidl über Kleidl werden präsentiert, was auch seinen Grund hat. Aber wie gesagt, zu viel werd no ned verraten …

Gerade bei da Gschaftlingerin wird deutlich, welch umwerfendes Vokabular an diesem Abend nur so durch den Pfaffinger Saal wirbelt. Vom Radau-Besen über die Kirchenchorzaiserl, von der Knödel-Leiche über den sich waschenden Schädlingsbekämpfer bis hin zum Süßholzwoidabsagler und da bierpappenden Moizvisagen. Ois klar? Steigerungen im Stückl durchaus möglich und erwünscht …

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Marianne Eisgruber – ohne Worte!

Gute alte Bekannte auf der Pfaffinger Bühne sind Andreas Sewald, diesmal als Hopfmoser in das hinterlistige Spiel des Dorfes um die Himmelschlüssel-Wiesn verstrickt. Und zudem verliebt in die Betbichlerin alias Marianne Eisgruber, die optisch genial und zudem grad am Ende unglaublich mutig und überhaupts dem ganzn Stückl no die Krone aufsetzt. Warum? Des muas ma se oschaugn …

Bleibt noch das vermeintliche Liebespaar – a weng kratzbürschtig beiderseits – Eva Glasl als Hanni und Christian Obermaier als da Flori. Und ned zu vergessen des Katzerl Maria Stuart … Nomen est Omen. Da blanke Wahnsinn halt, der da abläuft und bei dem irgendwie am Ende überhaupt keiner mehr über das Heute hinauskommt … Klasse unter der Regie von Lissy Nerbl umgesetzt.

9Andi Steinbeiss (Foto) begrüßte an diesem Abend unter den Gästen nicht nur Altbürgermeister Sepp Niedermeier mit Gattin und Schulrektorin Inge Obermaier, sondern auch Luise und Marianne Bichler von der Wirtsfamilie Bichler/Pfaffinger Hof, die die Theaterspieler seit Jahren fleißig unterstützen. Die Vogtareuther Musi spielte zünftig auf. Und für das leibliche Wohl war auch bestens gesorgt mit dem Team um Christa Schindecker.

Mit viel Liebe zum Detail (klar gibt’s echte Knödel …) gerade auch im wieder grandiosen Bühnenbild dürfen sich die Besucher auf einen sehr vergnüglichen Abend freuen. „Für mi arbat’s ihr profimäßig”, hatte Bürgermeister Lorenz Ostermaier im vergangenen Jahr schon zum 30-Jährigen betont. Ja wenn ein Ehrenmitglied am Bühnenlicht sitzt: Toni Wegmaier sen. führt dort zusammen mit Richard Krogler und Alex Huber Regie. Letzterer hilft auch beim Glücksrad, bei dem in den Pausen ein Glasl Prosecco gewonnen werden kann. Eine nette Idee.

13Nicht zu vergessen alle anderen Helfer hinter den Kulissen: Als Souffleuse oder auch Einsagerin wieder Rosa Altenburger, neu diesmal dabei Markus Hesse und Tochter Jasmin (auf unserem Foto links), die sich als Meister des Friseurhandwerks professionell und leidenschaftlich um die richtige Maske und die passende Haarpracht kümmern. Und den Vorhang zieht Julia Glasl.

 

 

Hier no mehr vo unsane Buidln:

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Ein Gedanke zu „Da Knödel-Wahnsinn in Pfaffing!

  1. Vielen Dank für den tollen Bericht und die Bilder, bin sehr zufrieden über die Darstellung unseres Stückes.

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