„Bürokratie ist mit Schrotflinte unterwegs“

Trotz einiger Hürden aus Brüssel: RSA-Bank mit herausragend guter Bilanz für 2013

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rsa3Basel I, Basel II, Basel III – so heißen die Regelwerke, an die sich alle Banken in Europa halten müssen. Und das mit zunehmender Reglementierungswut (Basel I umfasste 24 Seiten, Basel III bereits 2500 Seiten), wie RSA-Vorstand Thomas Rinnberger bei der Genralversammlung in Kalteneck über 400 Genossen der Raiffeisenbank Rechmehring-Soyen-Albaching bedauerte. Sein Vorstandskollege Johann Posch legte verbal sogar noch nach: „Die Bürokratie ist mit Schrotflinte unterwegs.“ Und dennoch: Was die beiden Vorstände am Donnerstag beim Wirt in Kalteneck präsentierten, war eine der besten Bilanz im 114. Jahr des Bestehens der RSA-Bank.

Die Generalversammlung der Raiffeisenbank Rechtmehring-Soyen-Albaching: Das ist alle Jahre fast so etwas wie ein Ausflug auf die Insel der Glückseligkeit. Eine seit Jahren steigende Bilanzsumme (2009: 204 Millionen Euro, 2013: bereits 271 Millionen), tolle Gewinne, einstimmige Beschlüsse bei den Abstimmungen zur Entlastung und zur Wahl der Aufsichtsräte (Franz Sanftl und Josef Ebersberger), Versammlungssäle, die aus allen nähten Platzen (man zog heuer erstmals von der Alpicha-Halle in Albaching in den großen Saal beim Wirt von Kalteneck um) und immer mehr zufriedene Kunden – bei der RSA ist auch beim Blick auf 2013 größte Zufriedenheit angesagt.

rsa1Eine weitere Zahl, die das belegt: 6000 Einwohner haben die drei Stamm-Gemeinde der RSA, die insgesamt aber 9000 Kunden hat. Und die verteilen sich auf die Geschäfststellen in Albaching, Soyen, Rechtmehring, Wasserburg und neuerdings auch München. „Nicht dass jemand meint, wir sind jetzt größenwahnsinnig geworden, aber wir haben so viele Münchner Kunden, dass die Schaffung eines Büros dringend notwendig wurde“, so Direktor Rinnberger (links).

Der ging bei seiner Bilanz auch auf die Kritik der Öffentlichkeit an hohen Dispozinsen ein, stellte neue Produkte vor und zeigte auf, wie sehr sich die RSA gesellschaftlich und sozial in ihrem Stammgebiet rund um die Rechtmehringer Zentrale engagiert. „Wir haben vergangenes Jahr wieder über 21.000 Euro gespendet, davon alleine 17.000 an unsere Sportvereine und die Büchereien“, sagte Rinnberger nicht ohne Stolz. Wie sehr man mit der Heimat verwurzelt sei, zeigten auch die zahlreichen Veranstaltungen, die die RSA das ganze Jahr für ihre Kunden anbiete. „Vor allem für Kinder und Jugendliche haben wir ein breites Angebot – vom Ferienprogramm bis zum Kinobesuch. Das werden Sie bei keiner Direkt- oder Großbank finden.“

rsa2Sein Vorstandskollege Johann Posch (rechts) ging anschließend auf die Zahlen der RSA-Bank für 2013 ein. Nicht nur die Bilanzsumme habe man steigern können, auch das erwirtschaftete Eigenkapital sein von 23,3 Millionen auf 25,9 Millionen erhöht worden.  der Bilanzgewinn: Über 500.000 Euro – von denen werde übrigens über 80.000 als Dividende an die Genossen ausgeschüttet. „Wir stehen auch deshalb im Vergleich zu anderen Genossenschaftbanken so gut da, weil unser Ertrag in Bezug zu unserem Aufwand sehr hoch ist. Wir arbeiten also sehr effektiv.“

Einziges Problem für die RSA und natürlich auch für andere Banke: Die zunehmende Bürokratisierung. Posch: „Es ist unglaublich, welches Regelwerk da aus Brüssel auf uns zurauscht. Früher mussten wir uns mit 24 DIN A4-Seiten auseinandersetzen, heute sind es bei Basel III über 2500.“

Posch ging bei seinen Ausführungen auch auf die Erweiterung der Geschäftsstelle in Rechtmehring ein. „Wir sind im Zeitplan und können voraussichtlich Ende Juni einziehen.“ Im kommenden Jahr werde man die neuen Räumlichkeiten gebührend feiern. In diesem Zusammenhang lobte der Direktor die ausführenden Baufirmen, die allesamt aus der Region kämen für ihre Zuverlässigkeit. Posch stellte für die Geschäftsstelle in Albaching eine Modernisierung in Aussicht.

Am Ende des offiziellen Teils der Generalversammlung wurden die Aufsichtsräte in ihren Ämtern bestätigt und der Jahresabschluss genehmigt. Alle Entscheidungen fielen wie immer per Handzeichen und einstimmig – und das bei über 400 Teilnehmern, sich vor der Genralversammlung bei einem Abendessen im Wirtshaus Kalteneck stärken konnten und die anschließend noch beste Unterhaltung durch das Duo „Zartbitter“ serviert bekamen. HC

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