BR berichtet: Durchsuchung in Amerang

Auch Firmensitz vom „Medical Park" unter der Lupe

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Amerang – Die Staatsanwaltschaft München I ließ heute offenbar zwei Privatkliniken am Tegernsee, die zum „Medical Park“ gehören, und den Firmensitz in Amerang durchsuchen. Das berichtet BR-Online. Dem Bayerischen Rundfunk nach geht es dabei um den Verdacht des Abrechnungsbetrugs. Die Höhe des möglicherweise entstandenen Schadens sei allerdings völlig ungeklärt. Eine Sprecherin der Privatkliniken „Medical Park“ wird vom BR zitiert: „Wir arbeiten mit den Behörden zusammen, wollen aber derzeit keine Stellung dazu nehmen, weil die Ermittlungen laufen.“

Ins Rollen gekommen waren nach BR-Informationen die Ermittlungen durch die Anzeige eines Orthopäden. BR-Online: „Er war selbst als Patient in der Hubertus-Klinik in Bad Wiessee. Bei der Abrechnung der erbrachten Leistungen entdeckte er eine falsche Zuordnung der Leistungen und erstattete daraufhin Anzeige.“

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4 Gedanken zu „BR berichtet: Durchsuchung in Amerang

  1. Wasserburger

    Egal, ob Panama Papers oder jetzt eben Amerang Papers: Erschreckend, wie flächendeckend offensichtlich Tag für Tag systematischer Betrug an unserer Gesellschaft stattfindet.

    Meiner Meinung nach hat der Gesetzgeber jetzt eine letzte Chance, um zu reagieren, ehe das allerletzte Vertrauen in seine Handlungsfähigkeit bzw. den ernsthaften Willen zur Besserung auch noch verloren geht!

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    1. Also wenn der Menschheit in den letzten 7000 Jahren dazu nichts Brauchbares eingefallen ist, werden unsere betriebsblinden Politiker da auch nichts ausm Hut ziehen, das die Sache nicht noch schlimmer machen würde.

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    2. Heinz-Dieter Hainzl

      Also sorry, gleich von Amerang-Papers zu sprechen, finde ich absolut unangebracht.
      Man kann doch nur, ich zitiere, den anzeigenden Patienten „Leistungen wurden verkehrt zugeordnet“, nicht gleich Betrugsabsicht unterstellen.

      Ob es Versehen oder Betzrug war, muss erst die Polizei/Staatsanwaltschaft ermitteln.

      Erst wenn belastbare Fakten aus den Ermittlungen vorliegen, dann weiß man, war es nur ein Buchungsfehler oder war es ein bewusster Betrug. Sollte es ein Buchungsfehler gewesen sein, dann wird man den/die Verantwortlichen vermutlich abmahnen. Bei Betrug wird die Staatsanwaltschaft Anklage erheben.

      Für mich zum Beispiel ist ein Buchungsfehler, wenn ein Chefarzt eine Visite machen wollte. Er wird aber zu einer problematischen OP gerufen. Die Visite wurde aber als Chefarztvisite eingetragen, es wird aber übersehen, dass der Eintrag abgeändert werden muss.

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      1. Heinz-Dieter Hainzl

        Apropo Amerang!

        Wenn in der Klinik Bad Wiessee eine Leistung wie eine Chefarzt-Visite falsch zugeordnet wurde, dann wurde der Fehler (wenn Absicht dann auch Betrug) dort gemacht.
        Wer kann das in Amerang feststellen oder nachprüfen.
        Ich kenne die Freibergers nur vom Hörensagen. Ich war nur vor einigen Jahren in einer der Klinikenin der REHA. Aber ich glaube nicht, dass das finanzielle Überleben des
        Medical Parks davon abhängt, dass man zusätzliches Geld aus einen Betrug generiert.

        Einen festangestellten Kontroller gibt es meines Wissens im Medical Park erst seit Anfang 2016. Und Dieser hat sicher erstmals andere Aufgaben, als falsche Zuordnungen in Privatkrankenrechnungen zu finden. Also bleibe ich dabei, das Ganze als Amerang-Papers zu bezeichnen, ist überzogen.

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