Bewegender Moment am neuen Kriegerdenkmal

Zum Volkstrauertag am Sonntag: Bürgermeister mit berührenden Worten

image_pdfimage_print

VolkstrauerDer Volkstrauertag ist am kommenden Sonntag. In sehr beeindruckender Weise wurde aber bereits am vergangenen Sonntag in Schnaitsee am neuen Kriegerdenkmal nicht nur der Toten der Kriege des letzten Jahrhunderts gedacht – sondern auch der Opfer des Terrors der heutigen Zeit. Bürgermeister Thomas Schmidinger (rechts) sagte, das dieses Gedenken an die Opfer der Kriege nicht an Bedeutung verliere, nur „weil wir in Deutschland schon seit fast 70 Jahren in Frieden leben können. Sogar in unserem Europa glauben Machthaber nur mit militärischer Präsenz und Blutvergießen Probleme lösen zu können. Durch die Asylproblematik, die wir auch hier in Schnaitsee erfahren, sind wir ganz nah mit diesen Krisenherden verbunden.“ Er prangerte an …

… dass auch die Religion als Auslöser missbraucht werde.

Dagegen bezeichnete Bürgermeister Schmidinger die unblutige Revolution in der DDR verbunden mit dem Mauerfall vor 25 Jahren als beispielhaft. „Wenn man bedenkt, dass nur wenige Monate zuvor Tausende von chinesischen Bürgern auf dem „Platz des himmlischen Friedens“ auf brutalste Weise ihr Leben gelassen hatten, ist diese friedliche Revolution um so bemerkenswerter.“ Der Bürgermeister hob den Wert dieses Gedenktages hervor: „Wir dürfen nicht müde werden, um für Frieden und Freiheit für alle Zukunft einzustehen.“

Pfarrer Georg Schinagl sprach die Gebete und erinnerte: „100.000 Tote sind eine Statistik – aber jeder einzelne Tote ist ein Schicksalsschlag für eine Familie in der Heimat.“

Auch VdK-Vorsitzender Leo Knöckl gedachte der Toten der Kriege. „Unser Sozialverband ist aus der Fürsprachefür die Hinterbiebenen heraus entstanden. Wir vergessen unsere Wurzeln nicht. Wir werden uns immer für eine gerechte Welt einsetzen. Wir kämpfen für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – aber ohne Waffen.“

KSK-Vorsitzender Josef Utz nannte den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. „Er brachte Schrecken und Gewalt in unfassbaren Ausmaßen über Europa und die Welt. Der Blick zurück soll uns Warnung und Mahnung zugleich sein.“

Zum Lied vom „Guten Kameraden“, gespielt von einer Abordnung des Musikvereins, senkten sich die Vereinsfahnen am Schnaitseer Kriegerdenkmal.                  uk  ju

Unser Foto  Der Schnaitseer Bürgermeister Thomas Schmidinger gedachte zum ersten Mal der Toten der Kriege am neuen Schnaitseer Kriegerdenkmal. Pfarrer Georg Schinagl sprach die Gebete. 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.