Bald Wohnpavillons für Flüchtlinge in Forsting?

Theoretisch Platz für 200 Menschen - Landratsamt prüft derzeit zwei gemeldete Standorte

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0Forsting – Händeringend sucht der Landkreis Rosenheim nach Wohnraum für Flüchtlinge. Gestern am Abend im Rahmen einer Versammlung der Flüchtlingshilfe Pfaffing (wir berichten gesondert darüber) sagte Bürgermeister Lorenz Ostermaier (Foto), dass In Forsting zwei Grundstücke für Container-Standorte für Asylbewerber dem Landkreis gemeldet wurden. Die Prüfung sei bereits in einem Fall abgeschlossen und laufe in dem anderen noch. Die Rede ist von einem Grundstück auf dem ehemaligen Battran-Firmengelände in der Springlbacher Straße in Forsting sowie hinter der BayWa in der Steinbuchstraße, ebenfalls in Forsting. Platz sei dort …

… theoretisch jeweils für 100 Flüchtlinge, wobei der Gemeinderat auf jeweils nur einen Container-Wohnpavillon für je 48 Menschen hoffe.

Ein großes Fragezeichen steht aber – ebenso wie in Edling (wir berichteten) – auch in Forsting hinter der Liefermöglichkeit entsprechender Container. Deshalb kann man über den zeitlichen Ablauf der Planungen noch gar nichts sagen.

Alle Gemeinden wurden von Landrat Berthaler dazu aufgefordert, dringend Wohnraum oder Container-Standorte zur Verfügung zu stellen. Vielerorts fanden deshalb Aufrufe in den Gemeindeblättern statt, so auch seit Wochen in Pfaffing.

Auch hat die Gemeinde Pfaffing das landkreiseigene Grundstück in der Nähe des neuen Rieder Kreisels links vor dem Ortsbeginn als Container-Standort gemeldet, wobei diese Lage im Außenbereich wohl eher nicht in Betracht käme.

Die offizielle Zahl liege derzeit für Pfaffing bis zum Jahresende bei 53 Personen (wir berichteten), was aber schon überholt sein könne, so der Bürgermeister. Derzeit seien 24 Flüchtlinge da, die alle direkt in Pfaffing in Privathäusern untergebracht seien.

Die Möglichkeit, nach den landkreiseigenen Turnhallen von Gymnasien und realschulen, auch die gemeindlichen Turnhallen zu belegen, wäre für Pfaffing geradezu ein Stich ins Herz, so Ostermaier, da die neue Halle ja noch nicht einmal genutzt werde derzeit. Er hoffe sehr, wenn es denn sein müsse, dass dann zunächst Turnhallen genutzt würden, die 25 Jahre alt oder älter seien von der Bausubstanz her.

Welche Brisanz das Thema Flüchtlinge im Landkreis hat, zeigt die am kommenden Donnerstag anberaumte Bürgermeister-Dienstversammlung nur zum Thema Asyl.

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