B15 neu: „Der Schutz der Bürger hat Vorrang!“

Landratskandidat Berthaler (CSU) setzt auf intensiven Dialog

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BerthalerStaudham – Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann will die B 15 neu in den Bundesverkehrswegeplan 2015 bringen und somit auch das Teilstück durch den Altlandkreis. Dazu soll die jetzige B 15 ausgebaut werden und dann unter dem Namen B  15 neu fortlaufen. Über den heftigen Empfang gestern durch die B 15 neu-Gegner haben wir berichtet. Der CSU-Landratskandidat Wolfgang Berthaler und die Kreistagskandidaten aus dem nördlichen Landkreis haben derweil beim Wirt in Staudham auch die B 15 neu diskutiert. Hier sprach sich Berthaler klar gegen einen vierspurigen Ausbau der B15 aus …

… und sicherte den Bürgern dies im Falle seiner Wahl auch für die nächsten sechs Jahre zu. „Allerdings schlage ich Optimierungsstrecken auf Straßenabschnitten, die bergauf führen, vor, damit Lastwagen oder Transporte leichter überholt werden können. Auch für die Ortsumfahrung Lengdorf müssen wir uns etwas überlegen“, so der Landratskandidat.

Der Sprecher der Landkreisgemeinden und derzeitige Flintsbacher Bürgermeister Wolfgang Berthaler, der die Nachfolge von Josef neiderhell antreten möchte, erklärte, wenn die B 15 ausgebaut werden sollte, dann nur unter Bürgerbeteiligung. Man müsse abwarten, ob sie in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werde. Eine Realisierung sei wohl erst in 15 Jahren wahrscheinlich und dazu müsse man einen intensiven Bürgerdialog führen. Der Kreistag habe bereits eine Resolution verabschiedet, in der er sich gegen einen vierspurigen Ausbau ausgesprochen habe, so Berthaler weiter. Man müsse sich jetzt mit den Landstags- und der Bundestagsabgeordneten absprechen wie es mit der B 15 neu weiter geht, Vorrang habe der Schutz der Bürger.

Die weiteren Themen:

In einem landwirtschaftlich geprägten Raum wie den Landkreis Rosenheim stünden die Landwirtschaft und gute Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Bereich klar an erster Stelle. Hier waren sich alle anwesenden Gäste, allen voran der Landratskandidat Berthaler und der Bürgermeister der Gemeinde Edling, Matthias Schnetzer, einig.

Neben der Landwirtschaft dürfte jedoch auch eine Weiterentwicklung der Infrastruktur im Dialog mit den Bürgern nicht in den Hintergrund geraten 

Der Nahversorgung im nördlichen Landkreis stellte Berthaler ein gutes Zeugnis aus. Hierbei lobte er insbesondere das Nahversorgungsprojekt von Bezirksrat Sebastian Friesinger „Lebensqualität durch Nähe“; das erfolgreiche Bewusstseinsbildungsprojekt zur nachhaltigen Sicherung der Lebensqualität in den Gemeinden. Die Ziele des Kommunalprojektes seien unter anderem „ein verstärktes Wir-Gefühl in den Gemeinden zu schaffen“, „Lehrstellen und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern“ und „die Kaufkraft an die Orte zu binden und dadurch die Wertschöpfung für regionale Produkte zu verstärken“, erklärte Friesinger abschließend.

 

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