Aufregende Nacht: Sturm zerstört Tierzelt

... vom Circus Brumbach - Alle 25 Vierbeiner in Stallwagen umgesiedelt

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ZirkusSie lassen sich ihre Freude am Zirkusleben auch durch den schlimmsten Sturm nicht vermiesen: Sammy (rechts) und Michael Brumbach mit den beiden russischen Kamelen vom Circus Brumbach. Dieser gastiert zur Zeit direkt neben der Schule in Schnaitsee am unteren Sportplatz, wo er seine Zelte aufgeschlagen hat. Eine erste, sehr aufregende Nacht liegt hinter allen in Schnaitsee. Der große Sturm zerstörte das Tierzelt zu einem Teil, so dass rund 25 Tiere mitten in der Nacht in den Stallwagen umgesiedelt werden mussten …

Neben den Kamelen gehören auch Zwergponys. Pferde verschiedenster Rassen und Lamas zur Tierwelt des Zirkus.

Am Wochenende drei Vorstellungen

Hoffentlich spielt das Wetter dem kleinen Zirkus nicht noch mehr mit: Denn die Vorstellungen finden am Freitag, 24. und Samstag, 25. Oktober, jeweils um 16 Uhr und am Sonntag, 26. Oktober um 14 Uhr statt. Eine halbe Stunde zuvor ist jeweils Einlass. Das große Zelt ist gut beheizt

Nach den Vorstellungen können die Zuschauer auch auf den Kamelen und Pferden reiten. Dabei sind die Zwergponys die Lieblinge der Kinder.. Neben den Tiernummern stehen natürlich die Clowns besonders im Mittelpunkt. Der Michael wird dabei vom fünfjährigen Miguel unterstützt. Der Miguel kann während seines Aufenthalts in Schnaitsee seinen fünften Geburtstag feiern.

Zwei zehnjährige Mädls aus der großen Brumbach-Familie zeigen eine flotte Hula-Hoop Nummer. Aufregend für alle Gäste wird es bei den Luftnummern hoch unter der Kuppel des Zirkuszeltes. Am Vertikalseil und an Ringen zeigen die Artisten der Familie ihre wagemutigen Programmhöhepunkte. Richtig gefährlich wird es bei den Westerndarbietungen. Beim Messerwerfen ist Präzision gefragt und auch bei den Lassovorführungen geht es um Millimeterarbeit. Bodenakrobatiknummern, die aber bei den Handständen auf Stühlen auch bis zum Dach reichen, runden das Programm ab.

Einen Einblick in das Familienleben kann bekommt man, wenn es beim Gespräch um den Schulbesuch der Mädels geht. „Hier in Schnaitsee gehen die zwei Mädels in die fünfte Klasse. Es ist oft nicht einfach, dass sie den nötigen Lernstoff bewältigen. Da wäre es natürlich vorteilhaft, wenn es öfter eine Bereichslehrkraft für Zirkus- und Schaustellerkinder geben würde. Aber das ist selten an Schulen der Fall“ erzählt die Mutter und Tante der Kinder.

Auf dem Freigelände erzählen die Brumbach-Brüder von ihren Tieren. „Unsere russischen Kamele sind die größten ihrer Art auf der Welt. Wir haben sie schon als Tierbabys bekommen und sie mit der Flasche aufgezogen. Dadurch haben wir eine sehr gute Beziehung zu all unseren Tieren aufgebaut. Wir wollen, dass sich die Tiere wohl fühlen. Denn nur wenn sie sich wohl fühlen, wollen sie auch arbeiten.“ Sie erzählen auch von steigenden Problemen mit sogenannten Tierschützern. „Diese sind leider nicht nur mit Handzettel oder mit Worten aktiv, sondern zerstören oft auch mutwillig fremdes Eigentum. Jeder kann sich bei uns ein Bild davon machen, wie gut es unseren Tieren geht.

Nach Schnaitsee kam der Circus Brumbach von Soyen her. Wohin es geht muss erst noch geklärt werden. „Bei diesem Wetter können wir auf keine Wiese. Da hab ich schon ein paar Absagen. Über Weihnachten sind wir auf alle Fälle in Waldkraiburg und zeigen unsere Weihnachtsgala, zu der auch wieder hochrangige Zirkuskünstler engagiert worden sind. Aber für unser Winterquartier von Mitte Januar bis März suchen wir noch den geeigneten Platz“ erzählt Direktor Carl Brumbach von seinen täglichen Sorgen um seine Familie, die Tiere und den Zirkus im Gesamten.     uk   ju

 

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