Asylbewerber legten sich auf die B12!

Aufregung um drei Senegalesen bei Reichertsheim - Mit Selbstmord gedroht

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EinsatzwagenDrei Asylbewerber haben heute am Donnerstag für große Aufregung auf der B12 bei Reichertsheim gesorgt – sie haben die Bundesstraße mit einem Sitz- und Liegendstreik blockiert! Am Vormittag mussten mehrere afrikanische Asylbewerber von ihrer Unterkunft in Waldkraiburg nach Reichertsheim in den Altlandkreis Wasserburg verlegt werden. Der Grund für die Verlegung war, dass der Mietvertrag für die Waldkraiburger Unterkunft ausgelaufen war. Mit der neuen Unterkunft in einem Haus bei Reichertsheim waren mehrere Asylbewerber nicht einverstanden, sagt die Polizei am Abend. Sie weigerten sich, ihre Habseligkeiten aus dem Transportfahrzeug zu laden und in die neue Wohnung einzuziehen. Deshalb bat …

… das zuständige Landratsamt Mühldorf um die Unterstützung durch die Haager Polizei.

Aber auch das gute Zureden durch die Polizei half nichts. Drei der Asylbewerber seien schimpfend in Richtung Reichertsheim davon gegangen, so die Polizei.

Kurze Zeit später ging bei der Einsatzzentrale in Rosenheim die Mitteilung ein, dass drei Afrikaner den Verkehr auf der B12 anhalten und die B12 blockieren würden. Da die Streifenbesatzungen noch in der Nähe waren, konnte schnell eingegriffen werden. Trotzdem hatten sich in beide Fahrtrichtungen bereits längere Stauungen gebildet, worüber die anderen Verkehrsteilnehmer nicht sehr erfreut waren.

Der polizeilichen Aufforderung, die Fahrbahn zu verlassen und zu den Polizeifahrzeugen zu kommen, kamen die drei senegalesischen Asylbewerber nicht nach. Zwei legten sich auf die Bundesstraße und streckten Arme und Beine weit von sich, sagt die Polizei.

Während einer der Beiden zum Aufstehen und Verlassen der Fahrbahn bewegt werden konnte, musste der Andere aufgehoben werden. Dabei gelang es ihm, sich loszureißen und einige Meter davon zu laufen. Er konnte aber schnell eingeholt und von der Fahrbahn getragen werden.

Während der ganzen Aktion, die etwa 15 Minuten dauerte, äußerten die beiden Männer, dass sie sich umbringen werden und dass sie von der Polizei getötet werden wollen. Da die Selbstmorddrohung nicht von der Hand zu weisen war, wurden die Beiden der Ausländerbehörde und dem Gesundheitsamt vorgestellt.

Vom Landratsamt wurde die Einweisung in das Innsalzach-Klinikum Wasserburg angeordnet.

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden sie ihren Wohnsitz bei Reichertsheim nehmen müssen. Auf die Drei wartet eine Strafanzeige wegen Nötigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Da einer der Asylbewerber über eine größere Summe Bargeld verfügte, wurde von der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleitung angeordnet.