Asylbewerber: Dringend Unterkünfte gesucht

Zahlen steigen - Wer hilft mit Wohnungen oder einer Pension?

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Landkreis – Der Landkreis Rosenheim braucht, wie wahrscheinlich die meisten Landkreise in Oberbayern, dringend Unterkünfte für Asylbewerber. Die Regierung von Oberbayern suche entsprechende Wohnungen und Pensionen, heißt es heute. Sie kündigt deshalb jetzt an, die Zuweisung in die Landkreise und kreisfreie Städte noch einmal zu forcieren. 5,7 Prozent der Asylbewerber in Oberbayern muss der Raum Rosenheim unterbringen. Ende Juni sind rund 6.000 registriert. Das bedeutet, der Landkreis müsste für rund 360 eine Unterkunft zur Verfügung stellen.

Tatsächlich sind derzeit 222 in der Region. Die Prognosen sehen weiter steigende Zahlen, bis Ende des Jahres sind rund 440 für den Landkreis vorhergesagt. Bürger, die über geeignete Unterkünfte verfügen und bereit sind, diese zu vermieten, werden gebeten, sich beim Landratsamt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 392 1400 oder per E-Mail unter liegenschaftsverwaltung@lra-rosenheim.de zu melden.

In dem Schreiben der Regierung heißt es: „Die Überbelegung der beiden Aufnahmeeinrichtungen in Zirndorf und München hat sich seit Anfang Mai noch einmal drastisch verschärft“. Allein in München wurden in den vergangenen beiden Monaten mehr als 1.400 Personen neu registriert. Drei neue Unterkünfte mit fast 440 Plätzen mussten kurzfristig neu eröffnet werden. Weitere Möglichkeiten für zusätzliche Kapazitäten gibt es nicht, so die Regierungsvizepräsidentin Maria Els in ihrem Brief. Angesichts dieser Situation kann die Regierung von Oberbayern die aufgrund der Hochwasser-situation geübte Zurückhaltung bei Direktzuweisungen nicht weiter aufrechterhalten.

Nach ihren Angaben stehen aktuell rund 200 Personen zur Verteilung in Oberbayern an. Darüber hinaus sollen jede weitere Woche zwischen 100 und 150 Asylbewerber in die Landkreise und kreisfreien Städte geschickt werden.

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