Asyl: Junge Union fordert Obergrenze

Online-Petition im Landkreis gestartet - Über 4.000 Unterzeichner in den ersten Tagen

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juÖsterreich und jetzt auch Slowenien, Kroatien und Serbien lassen grüßen: Die Junge Union im Landkreis Rosenheim startet eine Online-Petition, um die Einführung einer Obergrenze für Flüchtlinge zu erzwingen. Die JU spricht von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr als Höchstgrenze ab sofort für Deutschland. Das wären 547 Asylbewerber pro Tag für die ganze Bundesrepublik. Kanzlerin Angela Merkel soll mit dieser Petition zu einem Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik bewegt werden, heißt es. Das vor wenigen Wochen auf der Chiemsee-Fraueninsel erarbeitete und mit verschiedenen Experten diskutierte Konzept des heimischen Politik-Nachwuchses der CSU sei in den ersten Tagen bereits von über 4.000 Bürgern unterzeichnet worden …

 

Die JU-Kreisvorsitzenden aus dem Landkreis und der Stadt Rosenheim, Kreisrat Florian Gerthner (32) aus Neubeuern (unser Foto oben) – zudem stellvertretender JU-Vorsitzender in ganz Oberbayern – und sein Rosenheimer Kollege Philipp Lindner erhoffen sich nun durch viele Unterstützer, den deutschen Bundestag zu einer Diskussion über die Einführung einer Obergrenze zu zwingen.

„Ein „Weiter-So“ wie in den vergangenen Monaten wird der Landkreis Rosenheim nicht stemmen können. Aus personeller, logistischer und finanzieller Sicht stoßen die Kommunen bereits jetzt an ihre Belastungsgrenze. Der soziale Frieden in der Region darf nicht durch ungebremsten Zuzug gefährdet werden“, sagt Kreisrat Gerthner. Schon jetzt mangele es an bezahlbarem Wohnraum für junge Familien und Einkommensschwache.

„In dieser Situation kommen nun immer mehr Flüchtlinge, die untergebracht werden müssen. Die vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfer kommen trotz ihres großartigen Engagements kaum noch hinterher, die Menschen zu versorgen“, ergänzt Lindner für die Stadt Rosenheim.

Die Einführung einer Obergrenze für Flüchtlinge schaffe aus Sicht der Jungen Union die Möglichkeit, endlich den besonders Hilfsbedürftigen, wie Alten, Kranken, Behinderten, Kindern oder schwangeren Frauen effektiv zu helfen. Außerdem erhöhe sie den Druck auf die anderen europäischen Mitgliedsstaaten, um eine gemeinsame Lösung herbeizuführen.

Mit dem neu gewonnenen Aktionsspielraum durch eine Obergrenze müsse es gelingen, Recht und Ordnung im Land wiederherzustellen, sagen Gerthner und Lindner.

Die Petition findet sich unter: www.ju-bayern.de/obergrenze.

Bis zum 11. Mai kann man unterzeichnen, heißt es.

 

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14 Gedanken zu „Asyl: Junge Union fordert Obergrenze

  1. Weißbierlätschn

    Recht und Ordnung sollen laut JU wieder hergestellt werden. Klar, vor allem in unserer Wasserburger Kommune stelle ich mit Erschrecken fest, wie Recht und Ordnung vollkommen aus den Fugen geraten sind … Ganz ehrlich, bislang konnte ich in keinster Weise feststellen, dass sich mein Leben seit dem Aufnehmen von flüchtenden Menschen in irgendeiner Art und Weise geändert hätte.

    Sport betreibe ich nicht, aus dem Alter bin ich raus und eigentlich freue ich mich derzeit über einen günstigen Spritpreis.

    Finanzielle Nachteile sind also bislang keineswegs zu meinem Nachteil gegeben. Nur weil CSU und JU einen rechten Konkurrenten mit der AfD bekommen haben, sehen sich beide wohl gezwungen, mit dem rechten Pöbel in Sachsen gleichziehen zu müssen, weil vor der Nächstenliebe Umfragewerte anstehen, welch ein ganz besonderes Bild der Bayern zeichnet.

    Vielleicht aber ist der Bayer dem Sachsen gar nicht so unähnlich, weswegen er Fremde – ob Preiß oder Syrer – erst einmal mit bestenfalls größter Skepsis begegnet. Mehrheitlich bei unseren Stammtischbrüdern, die Blosmusi und Politik für dasselbe halten.

    So schwer mir auch die nächsten Zeilen fallen, Merkel scheint wohl derzeit in Sachen Unterstützung und Hilfe für flüchtende Menschen die Einzige in deren Reihen zu sein, die ein bisschen Hirn behält.

    In einem reichen über 80 Millionen-Volk, sollte eine Anzahl von flüchtenden Menschen im niedrigen Zehnerbereich zu bewältigen sein.

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  2. Mich würde interessieren, wie Menschen, die die Obergrenze fordern, mit ihrem Gewissen zu recht kommen, wenn Kinder auf der Flucht ums Leben kommen oder vor dem Grenzzaun hungern, frieren und kein Dach über dem Kopf haben.

    O du hochgelobtes christliches Bayern.
    Nächstenliebe, wo bist du hingegangen?

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    1. Naja, ich komme mit meinem Gewissen sehr gut zu Recht, da Deutschland viel genug geleistet hat!

      Wie denken Sie denn, kann man ein bestehendes Sozialsystem aufrechterhalten, wenn es keine Obergrenze gibt?

      Wir lassen andere Länder die Drecksarbeit erledigen und schaffen es nicht unsere Grenzen zu sichern. Die Kinder hungern, weil sie mit falschen Versprechen nach Europa eingeladen wurden, die dann keiner halten kann….

      Aber Mutti hat ja auch gestern nicht die Anstalt gemacht, vernünftig zu werden. Jetzt werden 2.000 am Tag im Januar als Erfolg verkauft im Winter! Letztes Jahr im Januar war es nur ein Bruchteil, vollkommener Realitätsverlust …..

      Jetzt ist die Grenze in Mazedonien dicht, 25.000 Tausend Flüchtlinge in Griechenland gestrandet, über 25.000 die im Land umherirren könnten wir in Deutschland noch froh sein! Kann mich noch gut erinnern, dass die Griechen gedroht haben, dass sie Millionen nach Mitteleuropa durchwinken – genau das ist in den vergangenen Monaten geschehen.

      Und jetzt fordert Griechenland eine schnelle Sicherung der Außengrenze – diese hatten Sie über Monate abgelehnt! Wir sollten den Österreichern danken, ohne Druck hätte sich Griechenland keinen Millimeter bewegt……..

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      1. … machts an Platz do, mia ham doch Platz do! Singt der von da W.Stimme gepostete Beitrag vo de Neurosenheimer und da Eisenreich (mit ihra wundabarn Geign) … und ruckts zamm – nur auf gar koan Fall nach RECHTS!

        Und jetzt is a so, dass a de JU auf Biang und Brecha des durchsetzt, was da SEEHOFA mecht; ganz Deutschland lacht se oans über „unsan“ Landesvater und sein politischen Weg.

        Selbst junge Leid aus unsam Landkreis setzen sich füa klare Grenzn ei – egal ob do Familen getrennt werdn oda ned!
        Es is traurig woan in Obabayern und Zeit füa an Wechsl im Denken und vor allem in da Politik! Wir sind ein reiches Land im doppelten Sinn.

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    2. Servus Herbert, hast du noch nie was gehört vom ARBEITKREIS „CHRISTEN IN DER JUNGEN UNION“? Da gibt es sogar ein T-shirt davon, glaub ich.

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      1. Und die „Christen in der Jungen Union“ fordern auch dazu auf, dass Frauen und Kinder im nassen und kalten Zelt sitzen, ohne genug zu essen.

        Oder dass sie doch lieber gleich in ihrem Land bleiben, halt irgendwo, wo nicht geschossen wird, wo es aber auch nichts mehr gibt, als nur die Angst vor den Extremisten, die mit Gewalt und Tod drohen.

        Vielleicht lesen die „Christen der Jungen Union“ ja aber auch die Bibel in der steht: „Was ihr dem Geringesten meiner Brüder antut, das habt ihr mir getan!“

        Dann aber sollte eine andere Politik daraus hervorgehen.

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    3. Wie genau trägt das Verhindern der Obergrenze dazu bei, dass keine Menschen mehr auf der Flucht sterben?

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  3. … wie menschenverachtend und ungerecht ist denn unsere Flüchtlingspolitik noch …

    Obergrenzen wollen die Einen und Alle reinlassen die Anderen … und was ist mit denjenigen, denen die Geldmittel fehlen, um überhaupt aus ihrem verarmtem Land rauszukommen?

    … jeden „Neuankömmling“ tragen wir über alle bürokratischen Hürden und werfen Ihnen das Geld nur so nach … und diejenigen, die täglich verhungern, in Asien, Afrika und im arabischen Raum?

    …. ach ja, Hauptsache wir haben unser Gewissen beruhigt …. schämt Euch doch mal eine Runde, und Frau Merkel ebenso …. selbst seid ihr wohlgenährt und dürft nun den wohlwollenden, selbstgerechten Flüchtlingshelfer mimen …

    das macht ihr Alle wunderbar …. sollte es nur noch keiner begriffen haben, ihr holt gerade diejenigen zu uns, die auf der Sonnenseite der Flüchtlingswelle und der Hungernden auf dieser Welt stehen …. die Anderen bleiben in deren Land und sterben den Hungertod …. aber Hauptsache, der billige Schweinebraten brutzelt im Backrohr, das Benzin ist billig und das Gewissen ist beruhigt, wenn man den gut genährten „Neuankömmlingen“ den roten Teppich ausbreitet …. schämt Euch einfach ….

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    1. @reiner alois, mit nur anprangerndem Gemeckre erreichen Sie niemanden.
      Wäre schön gewesen, Sie hätten ein paar konstruktive Vorschläge gemacht. Oder geschrieben, was SIE dazu beitragen, leidenden Menschen zu helfen.

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      1. Da bin ich voll bei Elena!
        Selbst nichts zur Bewältigung der Situation beitragen können, aber hauptsache die vielen Helfer beleidigen bzw. diffamieren, die ihre Zeit und Mittel hergeben, um diesen traumatisierten/schutzsuchenden Menschen zu helfen. Das ist eine Frechheit!
        Dass einiges schief läuft in der Welt (Stichwort Lebensmittelspekulationen an der Börse, Ausbeutung ärmerer Staaten durch die reichen Industrienationen, …), ist, denke ich jedem klar. Es ist aber ebenso offensichtlich, dass diese Probleme nicht von einem Staat alleine zu lösen sind – das bedarf globaler Anstrengungen. Natürlich kann/sollte jeder seinen kleinen Teil dazubeitragen, indem er beispielsweise nicht bei KIK oder H&M einkauft – ein guter Ansatz, jedoch muss dieser mit Lösungen auf höherer Ebene flankiert werden (-> Abschaffung der Nahrungsmittelspekulationen an der Börse z.B.)!
        Allerdings nun die deutsche Politik als Alleinschuldigen hinzustellen und die Anstrengungen schlecht zu reden, die dieses Land und seine Bevölkerung bisher unternommen haben um die Situation abzumildern, zeugt für mich von wenig sachlichem Verstand…
        Nur weiter so…

        Odin
        („wohlwollend und selbstgerecht mimender Flüchtlingshelfer“)

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        1. reiner alois

          …. Sie haben das Problem im Prinzip schon erkannt …. ungezügelter „Schnäppchenwahn“ und die Ausübung des „amercan way of live“ sind ein Grundproblem in unserer Gesellschaft …. aber es nun den „Altvorderen“ in die Schuhe zu schieben und „flankierende politische Maßnahmen“ zu fordern ist zu einfach …. die Finanzspekulanten und Waffenlobbiisten gehen nicht bei Lidl und Aldi zum Einkaufen …. diese Damen und Herren sind nicht die „Billig- und Willigkäufer“ …. der einzelne Bürger ist dran das Ganze zu steuern …. suchen Sie nicht das Problem bei anderen sondern vielmehr bei sich selbst …. die deutsche Politik hat einen großen Teil dieses jetzt aktuellen Problems hervorgerufen …. es wäre zu umfangreich dies jetzt und hier im Einzelnen zu erläutern …. ich sage nur als Schlagwort „Exportweltmeister“ …. „Wirtschaftswachstum“ …. es ist doch eine Doppelmoral, einerseits die hohen Rohstoffpreise anzuprangern und andererseits dann – wenn wir die Kriege finanziert und angezettelt haben, um an die billigen Rohstoffe zu kommen – die flüchtenden Menschen aufnehmen zu wollen, um zu sagen „wir helfen, wo wir können.“ Ist doch eine gruselige Vorstellung ….

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      2. reiner alois

        …. Ihre Antwort passt perfekt zum Verhalten unserer Bundesregierung …. es ist egal was wir machen, Hauptsache wir machen was …. das Grundproblem aussitzen und nach außen blinden Aktionismus zeigen ….

        Seit Jahrzehnten gibt es Hilfsprogramme zur Ernährung und Linderung der Not in Staaten, wo jährlich hundertausende Menschen verhungern, wo jährlich Hundertausende ermordet werden …. aber dieses Problem sehen die meisten nicht …. konstruktive Lösungsvorschläge? …. überdenken sie Ihren Konsum …. wenn Sie das nächste Mal an der Zapfsäule stehen und sich über billigen Sprit freuen, dann denken Sie mal nach, dass aus dem Zapfhahn eigentlich das Blut der Menschen rauskommt, das durch Rohstoffkriege und unseren ungezügelten Konsum verursacht wurde ….

        und vielleicht bleibt dann auch das vermeindliche „Schnäppchen“ im Regal stehen, weil das billige Kauf- und Konsumverhalten dazu führt, dass die tatsächlichen Kriegstreiber auch noch Geld mit dem Krieg verdienen ….

        natürlich hilft das jetzt wenig denn die Flüchtlinge sind einfach da … jetzt … aber tun Sie etwas dafür, dass dies nicht wieder vor kommt … sorgen Sie dafür, dass den Ländern ihre Rohstoffe zum fairen Preis abgekauft werden und nicht gestohlen werden, indem man sie vorher umbringt …. und seien Sie fair gegenüber den Menschen, die nicht fliehen können und dort bleiben müssen …. helfen Sie vor Ort und stützen Sie nicht die Korruption durch unbedachtes Handeln …

        (Anmerkung der Redaktion: Kommentar wurde gekürzt)

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        1. @reiner alois, es ist ein wenig schwierig, sich durch Ihre langen Texte, die vorrangig Vorwürfe (und unsagbar viele Pünktchen) enthalten, zu lesen.

          ICH kann die Welt nicht ändern, ich kann auch keine fehlgeleiteten, aggressiven, tötenden und vergewaltigenden, erbarmungslosen Männer ändern, ich kann aber sagen: „Ich helfe, wo ich kann“, in meinem Rahmen – und diese Aussage finde ich mitnichten gruselig.
          Was mir immer noch nicht klar ist: Was tun Sie?

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          1. reiner alois

            … etwas anderes als Vorwürfe habe ich für die verfehlte Bundespolitik in Sachen Syrien auch nicht übrig und mehr hat sie auch nicht verdient … natürlich können Sie die Welt ändern, indem Sie an der richtigen Stelle helfen und nicht durch blinden Aktionismus in die Trompete der verfehlten Bundespolitik blasen … ich sprach von Jahrzehnten der Hilfsprogramme, Unterstützung, Finanzierung derer vor Ort … das tue ich … 🙂 …

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