Arbeitslos – den Teufelskreis unterbrechen

Direkter Informationsaustausch zwischen der Agentur und der Politik

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LudwigLandkreis – Viele Gesprächsthemen rund um den Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Region: Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Agentur für Arbeit Rosenheim, hatte die Bundestags- und Landtagsabgeordneten des Landkreises zu einem „Arbeitsmarktgespräch mit der Politik“ eingeladen. Cujai an die Gäste gewandt: „Ich freue mich, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind, zeigt es doch, dass die Themen rund um den Arbeitsmarkt von regionaler und überregionaler Bedeutung sind.“

Begrüßen konnte Cujai die beiden Mitglieder des Bundestages, Klaus Barthel (SPD) und Daniela Ludwig (CSU). Ebenfalls mit dabei waren die Landtagsabgeordneten Otto Lederer (CSU), Nikolaus Kraus (Freie Wähler), Claudia Stamm (Bündnis 90/Die Grünen) und Klaus Stöttner (CSU). Sehr erfreut waren alle Gesprächsteilnehmer über die nach wie vor sehr gute Lage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Cujai dazu: „Ein Rückblick auf das Jahr 2013 zeigt, dass wir mit einer jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent mit zu den Agenturen gehören, die einen sehr stabilen und aufnahmefähigen Arbeitsmarkt haben. Die vielen Klein- und Mittelbetriebe, aber auch die größeren Firmen in der Re-gion sind ein verlässlicher Partner. In Teilbereichen können wir allerdings den Fach-kräftebedarf der Wirtschaft nicht, oder nicht mehr in gewohntem Umfang abdecken. Wir setzen daher verstärkt auf das Thema Ausbildung. Erreichen wollen wir nicht nur die Jugendlichen, die unmittelbar nach der Schule eine betriebliche Ausbildung anstreben, sondern auch junge Menschen, die noch nie eine Ausbildung begonnen haben.

Im Agenturbezirk gibt es bei den Arbeitslosen in der Altersgruppe bis 25 Jahre über 300 Jugendliche ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Sie sind immer wieder von Arbeitslosigkeit betroffen. Diesen Teufelskreis möchten wir – gemeinsam mit den Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft unterbrechen. Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen daher in der Qualifizierung hin zu einem Berufsabschluss, in der Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit in Zusammenarbeit mit den Jobcentern und verschiedenen Aktivitäten zur Deckung des Fachkräftebedarfs.“

Am Schluss waren sich alle einig, dass diese Form des direkten Informationsaustausches zwischen Arbeitsagentur und Politik enorm wichtig ist und dass beide Seiten davon profitieren.

Auf unserem Foto von links: Klaus Stöttner, Nikolaus Kraus, Jakob Grau, Claudia Stamm, Daniela Lud-wig, Klaus Barthel, Otto Lederer, Dr. Nicole Cujai.

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