Am Grab von Peter Frank

Verdienste als Kreisbaudirektor sowie um sakrale Denkmäler

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1Sterbefoto Frank PeterLandkreis – Als eine große und starke Persönlichkeit bezeichnete Ruhestandspfarrer Josef Dengl in der voll besetzten Pfarrkirche in Prien den im Alter von 78 Jahren verstorbenen Peter Frank. Der Diplom-Ingenieur, der viele Jahre bis zum Ruhestands-Eintritt als Leitender Kreisbaumeister und Kreisbaudirektor für den Landkreis tätig war, hatte – so der Geistliche weiter – ein gläubiges Leben und ein seliges Sterben. Im Mittelpunkt der Grabreden stand Peter Frank’s Engagement um oft versteckte, heimische Baudenkmäler und Heiligtümer.

Zudem war Peter Frank vielen Organisationen, Vereinen und Menschen verbunden, davon zeugten die ehrenden Nachrufe in der Kirche. Für die Königlich-Privilegierten Feuerschützen von Prien erinnerte Florian Wunderle daran, das Peter Frank zusammen mit Willi Keßler und weiteren neun Leuten im Jahr 1987 im Hotel Westernacher das Priener Böllerschützenleben wiederbelebt hat und seither auch diesem Verein angehörte und ihm treu verbunden blieb. Die Fahnenabordnung der Feuerschützengesellschaft ehrte das langjährige Mitglied mit dem Kirchgang.

Würdigung durch Landrat

Landrat Josef Neiderhell würdigte den studierten Architekten, der 28 Jahre lang praxisnah und zukunftsorientiert für den Landkreis gearbeitet und deutliche Spuren hinterlassen hat. Seine Liebe und Leidenschaft zu sakralen Denkmälern im Landkreis sind in zwei veröffentlichten Broschüren festgehalten und erinnern – so der Landrat weiter – dauerhaft an einen Kollegen und gelernten Maurer, der auch in seiner Freizeit gerne Hand anlegte und dem in all seinem Tun seine pragmatische Arbeitsweise zu Gute kam.

So hat sich Peter Frank auch in seiner Priener Heimatgemeinde um verschiedene Baudenkmäler ehrenamtlich verdient gemacht, unter anderem um die Kapellen in Arbing, Griebling und Trautersdorf. Ganze 59 Jahre war Peter Frank dem Akademischen Motor-Sport-Club München (AMC) verbunden. Im Namen des AMC erinnerte Dr.-Ing. Hans-Dieter Lentrodt (Ministerialrat a.D.) an viele gemeinsame Clubabende und Ausfahrten.

„Peter Frank war ein bodenständiger, frommer, verhaltener aber zuweilen auch ein eigensinniger Kamerad und Freund“, so Hans-Dieter Lentrodt in seiner Würdigung. Für den Rotary-Club Rosenheim dankte Präsident Michael Frowein dafür, dass Peter Frank insgesamt 38 Jahre ein großzügiger Rotarier war und dass er in den Jahren 1991 und 1992 als Präsident besonders die Beziehungen zum Partner-Club Wiener-Neustadt pflegte. Das Requiem in der Kirche und auf dem Friedhof wurde musikalisch mit Orgel-, Volkslieder- und Bläserweisen gestaltet. – hö-

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