Als viele Deutsche nach Afrika flüchteten …

Lesung im Penzinger Schloss: Josef Fischer aus Gumpertsham stellt Roman vor

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FischerBabensham – Autorenlesungen gibt es nicht zahlreich in der Region – nun steht eine ganz besondere an, die die Bücherei Babensham bietet: An diesem Sonntag, 15. November, im Schloss Penzing liest der heimische Schriftsteller Josef Fischer aus Gumpertsham aus seinem historischen Roman „Kamerun oder der Belltownaufruhr“. Die Geschichte spielt im Jahr 1893 in der noch jungen Kolonie Kamerun. Mit einem aktuellen Bezug zur Flüchtlingskrise – nur umgekehrt: Viele Deutsche sind damals mit der Sehnsucht nach einem freieren Leben nach Afrika gegangen …

Ausdrucksstarke Passagen aus diesem Roman mit historischem Hintergrund stellt Fischer seinen Zuhörern vor. Beginn ist um 19 Uhr.

Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit dem Autor.

Der Eintritt ist frei. Es werden jedoch Spenden, die für ein soziales Projekt verwendet werden, erbeten.

„Seit meiner Jugend interessiere ich mich für die deutsche Geschichte. Historische Romane gehören seit meiner Kindheit zur beliebtesten Lektüre. Dabei hat mich besonders die Kolonialzeit inspiriert“, erzählt Josef Fischer aus Gumpertsham.

In seiner Lesung wird er einen Einblick in den Inhalt des Romans geben. Dieser ist im Rahmen den tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen verpflichtet, hat aber in dem Bremer Kaufmann Roland Terboven eine Figur im Mittelpunkt, die der Phantasie des Schriftstellers entsprungen ist …

Terboven flieht nach einer gescheiterten Liebesbeziehung und auf der Suche nach Abenteuer aus dem sicheren Bremen in das brodelnde Kamerun. „Mein Roman stellt eine Episode der deutschen Kolonialgeschichte vor. Die geschichtlichen Ereignisse jener Zeit um die Jahrhundertwende vom 19. auf das 20. Jahrhundert wollte ich in eine spannende Handlung einfügen und somit für den Leser interessant gestalten“, so der Autor.

Josef Fischer ist 54 Jahre alt und ist Bauer auf dem Moierhof in Gumpertsham. Als einziger Sohn hatte er den elterlichen Hof übernommen. In Schnaitsee besuchte er die Volksschule. Seine schriftstellerischen Fähigkeiten hatte er sich selber angeeignet und seine Phantasie und sein Interesse für die Historik taten ihr übriges.

ju

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