Aktuelle Warnung vor der Schweinepest

BBV ruft zu besonderer Vorsicht auf - Die Übertragungswege

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BBVLandkreis – Eine Warnung hat der Bayerische Bauernverband am Donnerstagnachmittag herausgegeben: Ausgehend von Osteuropa sei die Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch. Das für Schweine tödliche Virus sei jetzt erstmals in Litauen nachgewiesen worden und habe damit die EU erreicht. Die Warnung werde vor allem wegen Reisender zu Olympia nach Sotschi ausgesprochen. Ein Impfstoff gegen die ‚Afrikanische Schweinepest‘ sei bis heute nicht verfügbar. Die Übertragunsgwege …

Während die Krankheit für Menschen ungefährlich sei, heißt es, verlaufe sie bei Schweinen tödlich. Wegen der akuten Verbreitungsgefahr rufe man zu besonderer Vorsicht auf:

„Gerade im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Sotschi bitten wir um höchste Aufmerksamkeit, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern“, sagt Georg Wimmer, stellvertretender Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes. „Hier sind nicht nur Landwirte, sondern alle Personen mit Kontakten nach Osteuropa gefordert.“

Nach Aussage des Bundesforschungsinstitutes für Tiergesundheit (Friedrich-Löffler-    Insitut FLI) sei das Virus enorm überlebensfähig und könnte zum Beispiel über Transportfahrzeuge, die aus betroffenen Regionen zurückkehren weiter verbreitet werden. Doch auch Produkte aus nicht durchgegartem Fleisch von infizierten Schweinen (z. B. Schinken, Salami) könnten die Krankheit übertragen. In Fleisch- und Wurstwaren halte sich das Virus über Wochen und Monate. Große Gefahr gehe aber auch von infizierten Wildschweinen und Schadnagern aus.

Der Bauernverband rät, keine Nahrungsmittel, insbesondere Wurst und Fleischwaren, einzuführen. „Bei einer Einschleppung könnten einige Handelspartner den Import von Schweineprodukte aus der EU stoppen. Damit drohen indirekt auch massive wirtschaftliche Folgen für die bayerische Schweinehalter“, fürchtet Wimmer.

So hat Russland nach dem Auftreten der Schweinepest in Litauen den Schweine- und Schweinefleisch-Import aus der EU ausgesetzt. Die EU-Kommission und der Bauernverband kritisieren diese Maßnahme und fordern den Importstopp auf betroffene Regionen zu beschränken.

Die Afrikanische Schweinepest wurde erstmals 1921 in Kenia beschrieben und ist südlich der Sahara weit verbreitet. Dort bilden Warzenschweine, die über längere Zeit infiziert bleiben, jedoch klinisch nicht erkranken, das natürliche Erreger-Reservoir. Für den Menschen und andere Haustierarten sei die Schweinepest nicht gefährlich, so der BBV. Auch der Verzehr von Fleisch infizierter Schweine stelle kein gesundheitliches Risiko dar.

Foto: BBV

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